Band 
Erster Theil.
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Sechster Brief. Poiilefmcl. r8z

man solches in dieser Gegend nicht so stark pflanzet,als man mir gesagt hatte; man bebauet nie überhundert und oft kaum fünfzig Acker damit. Manpflanzt den Hauplknospen und die von der Wurzelseitwärts oder horizontal laufende Schößlinge, dieman von einem alten damit bebaueten Felde nimmt.Sie verfahren also dabey:

Das Land wird zuförderst drey bis vier Fuß tiefumgegraben, es besteht aus einer fetten, lcimichtcnbraunen Erde, die mehr sandig als kleyig ist. Manfährt sehr wohl gefaultem Dünger darauf, undgräbt ihn einen Spadcnstich tief unter. Alsdesnwird es in hohen Beeten drey Fuß breit abgetheilt.Auf jedem Beete kommen drey Reihen, eine in derMitte des Rückens, und eine auf jeder Seite dessel-ben. Im b esten Lande stehen die Pflanzen vier Zoll,im schlechtcr.cn aber nur drey Zoll von einander.

Manche säen im ersten Jahre Zwiebeln undMöhren darunter, dieß schadet aber dem Hauptge-wächse vielmehr. Die Möhren stunden sehr schön,weil alles Unkraut sorgfältig mit der Hand ausge-zogen und der Boden vollkommen rein gehaltenwird. Im Winter schneidet man die Spitzen vomSüßholze ab. Im andern und dritten Jahre wer-den die Pflanzen sorgfältig gehackt, um den Bodenlocker zu halten, und von allem Unkraute zu be-freyen; die Hacken sind sechs Zoll breit. Das Süß-holz bleibt insgemein drey Jahre, zuweilen aberauch viere stehen. Wenn die Wurzeln ausgenonvmen werden sollen, so gräbt man quer über denAcker einen Graben, so tief als man das Feld zurBestellung umgearbeitet hat; so wie die Männerweiter graben, suchen die Weiber und Kinder alleWurzeln sorgfältig heraus. Wenn dirscr Grabe»

M 4. fertig