Siebenter Vrief. Honanby. 19z
Indem ich durch die sogenannten Woulds oberhohen heydcartigcn Felder von Pork reisete, sahe ichmit Leidwesen den schlechten Zustand der Landwirth-schaft in einer so weitläufigen Strecke Landes.Zwischen Boynton und Honanby giebt man vonmanchem Acker nur vier Pfennige, von anderen gegenvier Schillinge. Man reißt den Rasen um, säetGerste und noch öfter Haber hinein, und läßt denBoden nach der Erndte liegen, bis er wieder eineneue Schwarte bekommt. Dieß geschieht alle sechsJahre, da man es doch wie in Norfolk machen, understlich Rüben, zweytens Gerste, drittens Klee undRaygras auf fünf Jahre, und viertens Weizen dar-auf bauen könnte. Bey dieser Einrichtung würdedas Land beständig rein und bey guten Kräften seyn,man würde mehr Futter für das Rin§vich haben,und die Pachter eher im Stande seyn vierzehn alsjetzt vier Schillinge vom Acker zu bezahlen. DiePachtungen sind zwischen dreyßig und hundertPfund Sterlings. Sie treiben ihre Schaafe zusam-men, um einen desto größeren Fleck zu bepfcrchcn,haben aber keine Rüben im Winter und Frühlingefür sie.
Die herrliche Lage von Scarborough giebt einemReisenden die schönste Augenweide; damit muß mansich aber auch begnügen lassen, denn die öffentlichenGebäude verdienen keine Achtsamkeit. Die öffent-lichen Oerter sind schlecht und armselig, welches aneinem Orte, wo es an guter Gesellschaft nicht fehlt,zu verwundern ist.
In der Nachbarschaft von der Stadt giebt «Svortreffliche Wiesen, zum Mästen der Ochsen undKühe davon zu füttern. Viele Acker werden gleich,wohl nur zu fünfzehn bis zwanzig Schillinge vermie-
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