Siebenter Brief. Voynton.
den, und die Ländereyen sind meistens eingezäunt.Hier fangen die hohen heydearkigen Ländereyen wie-der an. Herr Strickland zeigte mir seine Wollen-Manufaktur, eine Unternehmung, die wegen deredlen Absicht alles Lob verdient. Denn da die Ar-men in dieser Gegend keine andere Bcschäfftigung,als etwas Ackerbau haben, der übcrdiess sehr nach-läßig getrieben wird, so gehen drey Vicrthel vonWeibern und Kindern müßig. Er ließ zu demEnde ein großes Gebäude aufführen, und an einerSeite eine lange Reihe von Webersiühlen, und ander anderen wcitläufkige Stuben für Weiber undKinder zum Spinnen anlegen. Sonst fanden hierhundert und fünfzig Menschen ihren hinlänglichenUnterhalt dabey, seitdem aber die Ausfuhre derWol-lenmanufakturcn so sehr gefallen, arbeiten kaumnoch ein Dutzend darinn.
Herr Strickland hat auch gesucht den Feldbauin Aufnahme zu bringen. Er hat zu dem Ende be-reits vor vielen Jahren auf seine freyen Felder Sain-foin gcsäct, und dadurch einen Acker auf zwanzigbis fünf und zwanzig Schillinge gebracht, der vor-her nur zu zween bis zween und einen halben Schil-ling vermuthet wurde. Ich fand, daß die Heu-erndte sehr spät gehalten ward, dieß kommt aber da-her, weil sie ihre Schaafe im Frühjahre so langeauf den Wiesen hüten. Wenn die Rüben verfüt-tert sind, so müßten die Schaafe und Lämmer ver-hungern, wenn sie nicht auf die Wiesen getriebenwürden, wodurch freylich die Heuerndte verzögertwerden muß. Es wäre deswegen sehr nöthig, denKrautbau einzuführen, oder sonst etwas, das Futtergenug für den März und April liefert; ich habe aberin der ganzen Gegend nichts dergleichen weder ge-sehen noch gehört.
Indem