Siebenter Brief. Ganton. -o;
„genug giebt aufzusetzen. Viele werden einwenden,„daß diese Kalksteine verwittern, und daß man es„längst gethan haben würde, wenn es angienge. Al-lein so denkt der mit Vsrurtheil cingenommne gemeine„Landmann. Ich habe vor einigen Jahren Versuche„mit diesen weißenSteinen gemacht, und sie haben„den gefährlichen Jahreszeiten bisher unverändert Wi-derstand gethan. Weil sie von Natur feucht sind,„so brauche ich nur die Vorsicht, sie frühzeitig im„Frühjahre graben zu lassen, damit sie recht ausrrock-„nen, und dem Froste besser widerstehen, und gebe„der Wand ein festes viel überstehendes Dach vonRa/„sen oder dergleichen.,,
„Dadurch wird die Wand von dem gerade her-„unter fallenden Regen geschähet, und wenn der„Wind ihn gleich von den Seiten anschlägt, so zieht„er doch auch durch den Zwischenraum der Steine,„und trocknet sie gleich wieder aus. Je luftiger die„Mauern aufgesetzt sind, desto dauerhafter sind sie.„Die auf der Erde liegende Schicht läuft am mci-„sten Gefahr, deswegen kann man solche im Noth-„fall von Feldsteinen machen, deren es im Lande eine„große Menge giebt. Diese Wände sind unten„zween Fuß und oben einen dicke, und vier und ei-„nen halben Fuß hoch, das Dach ungerechnet. Sie-„ben Englische Ellen kosten sechs Schillinge. Wenn„ich diese Wände anpreise, so will ich damit die le-bendigen Hecken nicht verwerfen, welche den besten„Schutz uud zugleich eine große Zierde geben. Eine„doppelte Hecke, die einen zehrn bis zwölf Ellen wei-„ten, und mit Bäumen und allerley Unterholz be-pflanzten Zwischenraum hat, ist dar beste und„nützlichste.,,
»Ich habe dreyhundert Acker auf der höchsten^Gegend der Heydeftlder eingezäunet, und mit aller-ley