Siebenter Brief. Eafl-Newton. 227
Ein Acker gutes Grasland gilt zwanzig Schil-linge. Man gebraucht es vornehmlich für das Melk-vieh, und rechnet auf jede Kuh i,n Sommer zweenAcker, oder vier Schaafe auf einen. Es ist nichtsehr gewöhnlich Grasland zu düngen, doch thut HerrLegat es mit Mist, Kalk und Erde. Die Nutzungeiner Kuh wird auf vier bis fünf Pfund Sterlingsgerechnet. Im Winter giebt man ihnen, wenn sietrocken stehen, Heu, und vierzehn Tage, ehe sie kalben,Schroot. Absetzckälber läßt man nur eine Woche,aber die zum Schlachten vier bis fünf Wochen sau-gen, und verkauft ste insgemein für fünfzehn Schil-linge. Eine Kuh gebraucht zwey und eine halbe TonneHeu im Winter.
Ihre Schäfercyen sind von fünf und zwanzigbis zu drcyhundert Stück groß. Man rechnet dieNutzung eines Schaafes zehn und einen halben biszwölfSch «klinge, und drey bis acht Pfund Wolle aufein Schaaf. Auf hundert Acker Pfiugland rechnetman acht Pferde, und spannt zwey, drey, auch wohlvier Pferde vor den Pflug. Wenn die Pferde nichtstark arbeiten, bekommen ste keinen Haber. NeunScheffel Dohnen bringen ein Pferd durch den Win-ter, die Frühlingsbestellung mit eingeschlossen. Manrechnet den Unterhalt eines Pferdes nebst dem Huf-schlage im Jahre auf vier Pfund Sterlings vierzehnSchillinge. Die Ochsen bekommen im Winter nurStroh, wenn sie aber im Frühlinge arbeiten, Frühund Abende Heu.
In Ansehung des Unterschiedes der Bestellungmit Ochsen oder Pferden, halten sie die letzteren fürhurtiger, aber jene für beständiger. Das Verhält-niß des Pflügens ist dieses: Pferde gebrauchen sechsStunden, und Ochsen achte, um einen Acker zu pst«-
P, M.