»64 Sieben und zwanzigster Brief. Moreton.
Kalk in großer Menge und wohlfeil haben können,welches aber in dieser Gegend der Fall nicht ist.
Daß dieß so wohl hier als anderwärts nach rich-tigen Grundsätzen gehandelt ist, hak Herr Framptondurch seine eigne Erfahrung gelernt. Denn feit denersten urbar gemachten Feldern hat er einige Ackernach dieser Methode behandelt, und nach dem Aus-roden der Wurzeln den Rasen abstechen und verbren-nen lassen. Jeder Acker gab darauf, obgleich dasLand nur einmal gepflügt, und nickt behackt worden,für fünfzig Schilling Rüben. Alsdann ließ er ihnmit Kreide düngen, und die zweyte Rübenärnte wardrey Pfund Sterling werth. Aus diesen Preisenkann ein jeder sich selbst leicht überzeugen, baß derBoden bey gehöriger Behandlung sich sehr gut zudieser Einrichtung der Wirthschaft schickt.
So weit war die Einrichtung der Bestellung gut.Nunmehr folgten aber Erbsen undWicken, die nichtmehr als vierzig Schilling Nutzung vom Acker ga-ben ; anstatt deren hätte man Haber säen sollen, dergewiß vierzig bis acht und vierzig Scheffel gegebenhätte, und mit diesem zugleich Grassamen, anstattdaß hier Weizen gesäet wurde, der zwanzig Schef-fel gab. Mit einem Worte, alle Aernten sind einBeweis, daß die Schuld nicht am Boden liegt, son-dern daß er sich bey gehöriger Bestellung mit dem größ-ten Vortheil urbar machen läßt, da er schon bey einernicht so guten Einrichtung, die darauf gewandteMühe reichlich bezahlt. Und dieß ist das so verach-tete schleckte Land, das man den Acker gerne für eineGuince verkauft.
Herr Frampton hat auch ansehnliche Streckendurch Holzpfianzungen nutzbar gemacht, wovon der
Profit