Sieben und zwanzigster Brief. Moreton.' 179
Heu, und bekommen zum Einstreuen das Strohvon zwanzig Ackern, wovon doch welches gefressenwird. Er versicherte mich, daßer mit dieferQuan-tität Heu nicht halb so viel ausrichten würde, wennman es dem Viehe im Hofe oder auf dem Feldevorwürfe.
Diese vierzig Stück machen zweyhundert Fudergut verfaulten Mist, der so beschaffen ist, daß er gleichaufs Land gefahren werden kann, folglich ein Stückfünf Fuder. Inzwischen hat seine Einrichtung inAnsehung des Düngermachens doch noch einen gros-sen Fehler, weil das Vieh den ganzen Tag im Win-ter über, auf den Triften herum läuft, anstatt daßes gar nicht aus dem Hofe kommen sollte.
Seine Methode, so vielVieh als möglich zu hal-ten, und solches im Stalle zu füttern, um mehrHeu zu ersparen, und mehr Dünger zu machen, istallerdings vortrefflich, und verdient nachgeahmt zuwerden. Der Viehstamm ist der Grund der gan-zen Wirthschaft, wenn man nicht aus einer nahe ge-legnen Scadt so viel Dünger, als man nöthig hat,holen kann. Es bleibt doch aber ausgemacht, daßder im Hofe gemachte Dünger um ein großes wohl-feiler ist, und daß man deswegen nichts besseres in derWirthschaft thun kann, als einen starken Viehstammhalten, und einen hinlänglichen Vorrath von Stroh,Farnkraut und dergleichen zum Einstreuen anschaf-fen. Diese Methode läßt sich nach Befinden immermehr ins Große treiben, um alle Felder einer Pach-tung, so bald als möglich in guten Stand zu setzen.
Ob dieser fleißige Mann gleich, wie gedacht, soviel durch Feuerschäden verloren hat; so hak er dochjetzt in feinem Viehbestand, und der übrigen Wirth-schaft ein Vermögen von eintausend einhundert undM r fünf-