184 Acht und zwanzigster Brief. Came.
der z. E. Raygras und Hopfenklee sind ebenfallsblos für die Schafe.
Die besten Pachter säen etwas Winterwickcn,um solche mit den Schafen abzuhüten, und fangendamit um die Mitte des Iunius an. Viele Felder,schickten sich hier vortrefflich zurEsparcette, es bauetaber niemand welche außer Herr Damer. Ihrevornehmste Düngung besteht im Pferchen, wozu siedie Schafmutter im Sommer und die Schöpse dasganze Jahr gebrauchen. Tausend Schafe pferchenauf einem Acker nur eine Nacht, welches'ohngcfährauf fünfzehn Schilling gerechnet wird. Sie haltenhier das Pferchen von den Schafmüttern für bester,weil solche mehrern Urin lassen, sie sind aber dochnicht so nützlich, weil sie nur ein halb, und die Schorpse ein ganzes Jahr dazu gebraucht werden. IhrerMeynung nach, thut das Pferchen die beste Wir-kung auf solchen Feldern, die eben mit Weizen be-säet sind.
Ihre Wirthschaft im Hofe, ist in Ansehung desDüngermachene so schlecht als nur möglich. Eswird nichts als Stroh verfüttert, und alles Heu, sowohl für die Schafe als Kühe, dem Viehe auf demFelde gegeben. Von Einstreuen des Strohes wis-sen sie gar nichts. Wenn sie alte Triften umreißen,so düngen sie mit Kalk, wovon das Feld fünfzehnJahre gut bleibt. Die Hecken sind alle geflochten,aber ohne Gräben.
Die besten Grasländer in dieser Gegend, sinddie gewässerten Wiesen, wovon der Acker für vier-zig Schilling vermiethct wird, andre aber, die nichtordentlich gewässert werden können, geben nurdrcyf-sig. tsie werden alle zu Heu gemacht. Des HerrnDamers beste Wiesen geben für jeden Tag, den sie
geschlosi