Acht und zwanzigstem Brief. käme.
Nutzung des Schafviehcs so unentbehrlich, daß einguter Pachter aus einer Gegend, wo eine verbesserteWirthschaft eingeführt ist, Rüben und Schafe für einPaar unzertrennliche Dinge halten wird. Hierherrscht gerade die gegenseitige Meynung. Doch kannich nicht unangeführt lassen, daß sich wiewohl langsambessere Begriffe zu entwickeln scheinen. Die ver-nünftigsten Wirthe sangen an die Nothwendigkeitder Rüben einzusehen. Sie besäen ein Feld damit,einige wenige fangen auch schon an sie zu behacken.Dieß beweiset die Richtigkeit dessen, was ich ge-sagt habe.
Bey einem so ganz veränderten System sind fünfSchafe im Sommer auf einen Acker Gras noch sehrwenig. Mit dem zweyten Graswuchs, bringt mansie ohne Rüben bis zum Januar hin. Um unterobigen Umständen und mit Beyhülfe der Frühlings-trift auf sechs und zwanzig Acker gewässerte Wiesenachthundert Schafe durchzuwintern, gebe ich ihnenvierzig Tonnen Heu, welches mehr ist, als man ih-nen hier sowohl als zu Morekon gewöhnlich giebt,indem nur zwanzig Tonnen auf fünfhundert Schafegerechnet werden. Ich rechne hier mit Fleiß so viel,als wenn gar keine Rüben da wären. Außer ge-dachter Frühlingötrift, und so vielem Heu, gebrichihnen noch fünfzig Acker Rüben.
Es bleiben also zu anderweitigem Gebrauch drei-hundert und sechzig Tonnen Heu, und fünfzig AckerRüben, nebst dem Stroh von fünfzig Ackern Wei-zen und hundertAckcrn Gerste übrig. Mit den fünf-zig Ackern Rüben, kann man hundert große Ochsenvon achtzig bis hundert Steinen (zu vierzehn Pfund)oder zweyhundertOchsen, die halb so groß sind, imStall mästen. Im ersten Fall kauft man sie halb