Acht und zwanzigster Brief. Milton.Abbey. 10-7
LordMilton verwaltet selbst ein sehr großes Gut,welches aus drcytauscnd Ackern besteht, davon sindtausend Acker Holz, fünfhundert Acker neue An-pflanzungen, tausend dreyhundert und achtzig AckerGras und Esparcette, hundert und zwanzig AckerPflugland. Hierauf hält er tausend vierhundertunddreyßig Schafe, sechs Pferde und drey und zwan-zig Kühe. Er hat den schlechten Nutzen eingesehen,den man hier von dem Boden nach der gemeinenMethode macht, und deswegen auf zweycrley Arteine Verbesserung zu machen gesucht. Einmal durchBauung der Esparcette auf den kreidigen Hügeln,weil dadurch der Boden weit höher genutzt wird,und zum andern durch Einführung des Behackensder Rüben.
Beydes ist mit vieler Einsicht ausgeführt wor-den. Eine große Breite wurde mit Esparcette be-säet, und das Feld durch wiederholtes Pflügen undEgcn dergestalt dazu vorbereitet, daß es ganz reinvom Unkrautward: dieß geschahe deswegen, damitdie Pachter, wenn man hierinn etwas versehen hätte,die Schuld nicht auf die Esparcette schieben möch-ten, welches sie unfehlbar gethan haben würden,wenn man sie auf unreines Feld gebracht hätte. Siegerieth so gut, daß sie gleich im ersten Jahr zehnCentner Heu vom Acker gab, und sie wird in etli-chen Jahren den augenscheinlichsten Beweis geben,daß diese herrliche Pflanze zehn Mal mehr Nu-tzen als die jetzige Einrichtung schafft, da man dieseHügel zu Schafstriften anwendet, und auf einewAcker nur zwey Schafe rechnet.
Bey Einführung des Behackens der Rüben,fand, er einige Schwierigkeit, weil seine Leute, dienicht an diese Arbeit gewohnt sind, mit dieser neuen
Verbes-