sio Acht und zwanzigster Brief. Milton-Abbey.
schönes gothisches Gebäude, das inwendig mit aller-ley Steinhauerarbeit im leichten Geschmack geziertist. Ucbcrhaupt hat die Abtey eine herrliche Lageauf einer Anhöhe, mitten im gedachten Amphithea-ter, von Hügeln, und ist wie so viele andre Gebäudedieser Art ein Beweis, wie gut die Mönche sich diePlätze auszusuchen wußten. In einem der Zimmerhängt eine vortreffliche Kopie der berühmten Venusvon Tizian in der Tribune zu Florenz.
Der Lord ist gesinnet ein großes Wohngebäudein gothischem Geschmack für sich aufzuführen, da-mit es desto besser mit der Kirche übereinstimmt.Bey wenigen Landsitzen wird man einen schönernWeg finden, der dazu führt. Der Lord hat einenbreiten Weg sechs Meilen lang, durch sein Gebieteanlegen lassen, der von Blandford und London her-kommt, und meistens durch seine Waldungen läuft.Hin und wieder ist solcher durchgehauen, da man,weil er auf Hügeln liegt, allerley abwechselnde Aus-sichten über die nahen und entfernten Gegenden hat.Das ganze Gut wird mit einer Mauer eingefaßt,welche sechzehn Meilen beträgt. Die Hälfte ist be-reite fertig. Die Gipfel der Hügel sind alle aufverschiedene Weise mit Holz bepflanzt, welches zu-sammen auf fünfhundert Acker ausmacht. Allesist mit vielem Geschmack und in einem großenStil angelegt, so daß es dem Lande ein schönes An-sehen giebt, und dem Besitzer, welcher der Urheberdavon ist, Ehre macht.
Ich nahm nunmehr meinen Weg westwärts vonDorchester nachBtidport, und besuchte auf selbigemdie merkwürdige Pachtung des Herrn Hardy, etlicheMeiley von Dorchester. Es ist die weitläufigstein der ganzen Provinz, und giebt dreytausend Pfund
Sterling