Band 
Vierter Theil.
JPEG-Download
 

Acht und zwanzigster Brief. Leigh. 225

ihr vornehmstes Augenmerk auf die Schafzucht rich-ten, beschließen.

Ich habe bey der genauen Anführung aller Um-stände mich bemühet zu zeigen, daß das Vorurthcilfür die Schafszucht, dem aus der Landwirthschaftzuziehenden Vortheil nachteilig ist, so lange sie beyder jetzigen allgemein eingeführten Einrichtung blei-ben. Man hat deutlich gesehen, daß wenn sie auchganz allein bey der Schafszucht stehen bleiben wol-len; sie ihr System doch eben so wohl ganz umän-dern müssen, als wenn sie die Gegend in Kornpach-tungen verwandeln wollten.

Das Verhältniß, nach dem die Pachtungen mitSchafvieh besetzt sind, wird sich am besten aus eini-gen Exempeln ersehen lassen.

Herr Damer hält auf ir 5 5 Acker r 590 Schafe.'HerrPleydell - - 901 -— 1Z40 —

LordMilton - - 1500 — i;;o —>

1 Pacht.zu Milton-Abbey rzoo — 1700 — .HecrHardy nooo —izooo —

16457 19160

Hieraus erhellet, daß man auf einen Acker nichtmehr als ein und ein Viertel Schaf rechnen kann.Ich habe dagegen viele Hcccden auf den Kornpach-tungcn in Norfolk berechnet, und finde, daß imDurchschnitt auf einen Acker drey Viertel Schafkommt; ein Beweis, wie viel schlechter die Wirth-schaft hier bestellt ist. Der Vortheil für unsereManufakturen, wenn viel Wolle im Lande erzeugtwird, kann hier kein Einwand seyn, weil fie nicht soviel Schafe halten, als sie bey einer besser eingerich-teten Wirthschaft thun könnten, wenn man auchnicht zugeben wollte, daß die Pachter statt der Wolle,IV. Bans. P die