Band 
Vierter Theil.
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226 Acht und zwanzigster Brief. Leigh.

die auch anderwärts hergeholet werden könnte, aufeine andre Art und durch den Getreidebau einen weitwichtigern Profit machen.

Aber ich will nicht einmal annehmen, daß manso wunderbar dächte, und einen allgemeinen ansehn-lichen Profit der Menge von Schafen aufopfern woll-te; sondern nur eine bessere Folge von Feldbestellun-gen vorschlagen. Anstatt der elenden Einrichtung:erstlich Weizen, zwey Mal hinter einander Gerste,und endlich drey Jahr hintereinander Raygras zusäen, sollen sie also bestellen: erstlich Rüben, zwey-ten« Gerste, drittens Klee zwey Jahre, viertensWeizen. Und zwar nicht auf einer einzigen Breite,sondern auf der ganzen Pachtung, die Wiesen aus-genommen. Alle ihre hohen Triften, Schafemut-tertriften rc. mit einem Worte, was sie nur für Fel-der haben, sollen nach dieser Einrichtung unter denPflug getrieben und besäet werden. Von tausendAckern würden alsdcnn zweyhundcrt zu Rüben, vier-hundert zu Klee, zweyhundcrt zum Weizen, undzweyhundcrt zur Gerste bestimmt seyn.

Das Rübenfeld müßte durch zweymaliges tüch-tiges Behacken vom Unkraut völlig gereinigt wer-den. Bey dieser Einrichtung würde man beynaheeben so viel Schafe halten können als jetzo. Ichmöchte fast sagen noch mehr. Jetzo hält man auftausend Acker tausend zwcyhundert und fünfzigStück, ich bin aber überzeugt, daß man bey vier-hundert Acker Klee und zweihundert Acker Rübenden Schafbestand vergrößern kann. Doch daraufkommt es jetzt nicht an, sondern die Hauptsache ist,daß die ganze Einnahme, wie ein jeder beym ersten An-blick gleich übersehen kann, nach meiner Art ungleichstärker ist, als jetzo. Schon die Schafszucht allein

würde