2Z2 Neun und zwanzigster Brief. Henlade.
Neun und zwanzigster Brief.
Mein Herr,
§)^uf dem Wege von Chard bis Taunton, ist alles
Feld eingezäunt, und der Boden ungemeinfruchtbar. Die Iahrszeit war zu weit verstrichen,um durch Devonshire und Cornwall zu reisen, wiemeine erste Absicht war. Ich muß solche nebst nocheinigen westlichen Provinzen bis auf eine besondreReise verspüren.
Die folgenden Nachrichten von dem Zustandeder Wirthschaft um Henlade, blieb ich dem Besitzerdieses Orts Herr Anderdon schuldig. Die Pachtun-gen sind zwanzig bis zwcyhundcrt Pfund Sterlinggroß. Der Boden ist sehr verschieden, Klcyc,Sand, Leim, Kies wechseln mit einander ab. DerAckcrpacht ist ebenfalls sehr ungleich, im Thal vonTaunton rechnet man im Durchschnitt zwanzigSchilling. Ihre Feldbestellungen folgen also: erst-lich Klee, Hopfenklee und Raygras auf ein oderzwey Jahre, zweytens Weizen, drittens Gerste,oder auch erstlich Klee, zweytens Weizen zwey Jahrehintereinander, und zuletzt Gerste, oder zum drit-ten Mal Weizen. Dieß ist in der That eine über-aus schlechte Einrichtung. Noch andre säen erst-lich Klee, zweytens Weizen, drittens Gerste, Erb-sen oder Wicken, viertens Weizen, fünftens Gerste.
Das Brachfeld wird zum Weizen drey oder vierMal gepflügt, und auf dem Acker zwanzig Scheffelerbauet. Mit ihren Weizenäckern dünken sich diePachter im Taunton - Vale viel. Sie pflügen dieBeete, welche fünf bis sechs Fuß breit sind, sehr
rund,