Neun und zwanzigster Brief.. Henlade. -zz
rund, schlagen alle Klößer klein, und geben ihnenmit der Hacke eine gewölbte Form es ist aber wun-derbar , daß stc, wenn die Felder auch noch so naßsind, keine Wasserfurchen ziehen, welches der Saatnothwendig schaden muß.
Zu Erbsen und Bohnen wird das Feld nur ein-mal gepflügt. Die letztem werden viel gepflanzet.Man hat aber die schlechte Gewohnheit sie unterein-dcr vermischt zu pflanzen. Vom Güten und Auf-lockern wissen sie gar nichts, jagen aber die Schafeeinmal auf das Feld, um das Unkraut abzufressen.
Der Klee wird einmal zu Heu gemacht, undhernach abgehütct. Den ersten Wuchs nehmen sieniemals zum Samen, weil er gar zu geil in die Höheschießt, und zu viel Blätter und Stängel macht.Winterwickcn werden im October gcsäet, im Früh-ling abgehütet, und hernach laßt man sie zum Sa-men stehen, der Ertrag ist nicht mehr als dreyßigSchilling werth, anstatt daß man ihn auf vier bisfünf Pfund Sterling rechnen könnte, wenn sie zumPferdefuttcr im Sommer angewendet würden.
Nach den Erbsen pflügen sie das Feld zuweilengleich und säen Rüben, welche sie auch in mancheWeizensto ppeln zu Ende des Augusts bringen. Vondergleichen, Aerntcn ist aber in den letzten Jahren aufeinem Ack er nie über zehn Schilling, oft kaum füreinen Schilling gewonnen worden. Aber auf san-digen wohl gedüngten Boden ist der Ertrag aufzwanzig Schilling gestiegen.
Auf die Sommerbrache, ober solche Felder dieim Frühjahr gebrächet, hernach ein Paar Mal ge-wendet, und mitMist, oder Kalk und Erde gedüngtworden, säen sie Rüben; der Acker ist aber niemals
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