s6c> Neu» und zwanzigster Brief. Heniade-
rüben. Einige Zeilen von beyden wurden aber auchgepflanzt. Im April 1770. fieng man an sie zu ver-füttern. Ein Korb voll Erdrüben, die den l 8. Iul.gepflanzt waren, wog zwey und vierzig Pfund, undeiner von Kohlrüben, die den zwölften August ge-pflanzt waren, drey und vierzig Pfund. DieSchafe sowohl als ihre Lämmer fressen sie sehr gerne.Nach obigem Gewichte würde ein ganzer Acker Erd-rüben zwey und siebenzigtehalb Centner, und Kohl-rüben sieben und neunzigtehalb Centner geben.
Den 7. Apr. ward eine den neunzehnten Iul. gesäcteZeile gewogen, und gab am Gewicht nur halbst» viel alseine den i r. Aug. gepflanzte. Den »r. Apr. wog maneine Quadratruthe von den am i H.Inl.gesäetcn, undsie hielte drey und vierzig Pfund. Ein ganzer Ackervon gleicher Güte, mußte also sechzig Centner liefern.Die größte Rübe wog nicht viel über zwey Pfund.
Den 2. May schienen die Schafe und Lämmerdie Kohlrüben nicht mehr gerne fressen zu wollen,weil das Kraut geschosset, und die Schale der RübeHart geworden war, anstatt daß sie solche anfangsso rein auffraßen, daß keine Faser nachblieb.
Den 10. May wog man noch eine Quadratru-the, die den am i2. April gewognen gegenüber stand.Sie hielte hundert und drey und zwanzig Pfund,und also fast drey Mal so viel als jene. Die größ-ten Stücke wogen mit dem Kraut sechs und ein Vier-tel Pfund. Die Rüben allein aber nur ein und einViertel Pfund. Man sieht hieraus, daß es am vor-theilhaftesten ist, die Kohlrüben zu Ende des Aprilsoder Anfang des Mayes, jedoch ehe sie in denStammschießen, zu verfüttern. Das Laub siehet alödenn nochso grün aus als jemals, und die Schafe fressen esauch sehr gerrr.