ZVL Ein und dreyßigster Brief. Beconsficld.
reichend. Auf weißen kreidigten Boden bauen siehier viele Esparcette, die zwanzig Jahre aushält»Man mähet sie einmal zu Heu; einige machenzwey Mal Heu davon, ohne daß es ihr schadet. DerErtrag von einmaligem Schneiden, ist zuweilen dreyFuder auf einem Acker, insgemein aber nur zwey.Auf den schlechtesten Feldern säen sie zuweilen Buch-weizen, und gewinnen vier und zwanzig Scheffel aufeinem Acker.
Von ihrer Sorgfalt im Düngen läßt sich nichtviel rühmen. Sie schneiden keine Strohstoppel zumEinstreuen ab; das Heu wird zwar beym Hofe ge-schobert, aber so viel möglich davon zu Gelde ge-macht. Sie pferchen auch nur blos mit den Schö-psen. Auf die schweren Acker führen sie Kreide, umsolche gelinder zum Pflügen zu machen. Wenn Holzausgerodet ist, so halten sie das Kreidedüngcn fürnöthig, um den Boden ihrer Meynung nach dadurchzu versüßen. Die gemischten Düngungen von Erde,Kalk und Mist halten sie für sehr zuträglich.
Sie finden, daß die Kohlcnasche dem Klee zu-träglicher ist, als irgend eine andreDüngung. Aufdie junge Weizensaat streuen sie im Merz Ruß dreyfrsig bis vierzig Scheffel auf einen Acker. Sie glau-ben, daß das Stroh sehr darnach wächst, aber auchzuweilen den Brand nach sich zieht. Um eben dieseZeit streuen sie auch Ruß oder Asche auf die Espar-cette. Einige Pachter düngen die Rüben mit KarmnchenDünger, andre mit Malzstaub, ersterer thutaber eine weit bessere Wirkung.
Vom Austrocknen der Felder durch Abzugsgrä-ben, wissen sie hier nichts. Die besten hiesiger»Grasländer sind die Wiesen, wovon der Acker zwan-zig bis vierzig Schilling giebt, Sie dienen blos
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