Band 
Vierter Theil.
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Zwey und vierzigster Brief.

Säen einen Vorzug vor dem tullischen System inweitläuftigen Reihen hat.

Ueberhaupt muß ich von der Zeilenwirthschastnoch so viel anmerken, daß das Verfahren der Pach-ter in Kcnt, in Ansehung der Bohnen und Erbseneine allgemeine Nachahmung verdient, weil ich keineArt von Boden weiß, der eine Ausnahme darinnmachen könnte. Eben dieses gilt auch von Weizen,Gerste und Haber auf solchem Boden, darauf manin Kent ebenfalls in Zeilen säet, nämlich auf leichtemLeimboden, der von Natur so trocken ist, daß manihn zu allen Zeiten pflügen, und flach liegen lassenkann, wie man es inKent macht, wo mangarkeineFurche auf einem Saatfelde sieht.

Der Erfolg dieser Art zu bestellen, ist in gedach-ter Provinz so groß, daß man nichts dagegen mitGrunde einwenden kann. Ich erinnere nur noch,daß der Vortheil meistens davon abhängt, daß manstarke, einfache, und gewöhnliche Ackerwerkzeugedazu nimmt. So ist eö inKent beschaffen, wo manin dem Hofe eines jeden Wirthes Säemaschinen undPferdehacken findet.

Hingegen bin ich auch überzeugt, daß man amBesten thut auf solchen Ackern, die so schwer undfeucht sind, daß man in Furchen pflügen muß, alleFrüchte, die Bohnen ausgenommen, nach VeraltenArt breit über das ganze Feld zu säen. Ich kannauch sicher behaupten, daß man in ganz England,es müßte denn in der Modellensammlung der ökono-mischen Societät seyn, nirgends so gute Werkzeugezur Bestellung in Zeilen antrift, als eben in derProvinz Kenr. Ich bin rc.

Drey