Band 
Vierter Theil.
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z 64 Sieben und vierzigster Brief.

gewöhnlich, locker macht, ohne die Quantität desDüngers zu vermehren.

Der Dünger vermischt sich sehr bald so tief mitder Erde, als man pflügt, hat er also nicht das gsGhörige Verhältniß zur tragbaren Erde, so treibetdie Saat nur nach der Proportion, der Menge undGüte des Düngers, der ihr die Kraft zum Wachs-thum gicbet. Dieß wird noch deutlicher in die Au-gen leuchten, wenn wir eine ungewöhnliche Tiefe,z. E. zwey Fuß annehmen. Pflüget man in dieserTiefe anstatt sechs Zoll, und düngt nur mit zwan-zig Fudern, so wird sich diese Quantität, welche beysechs Zollen hinlänglich war, bey der großen Masseherumgeworfener Erde verlieren, gänzlich unwirk-sam seyn, und (ohne einmal auf die saure herausge-brachte Erde zu sehen) schlechte Acrnccn zuwegebringen.

Sollte sich die Tiefe des Pflügens nach dem Ein-dringen der zarten Wurzel der Getrcidcpflanzen rich-ten , so könnte man so gut zwey Fuß als vier Zollannehmen, denn man weiß, daß sie in einem klarenrecht lockern Ackerbeete, auf zwey Fuß in die Tiefegehen. Aus allen diesen Gründen ziehe ich denSchluß, daß die Quantität der Düngung sich nachder Tiefe des Pflügen« richten muß. Sind zwölfFuder bey vier Zoll Tiefe hinlänglich, so wird beyzwölf Zoll weit mehr erfordert. ,

Ferner ist zu erwägen, daß auch nach Propor-tion mehr Dünger und bessere Bestellung erfordertwird, wenn die äußere Luft auf den lockern gemach-ten Boden in der Tiefe nicht wirken, und ihm dieSäure, und Unfruchtbarkeit benehmen kann. DieMethode des tief Pflügcns bedeutet überhaupt nichtviel, wenn die ganze Masse der locker gemachten