Band 
Vierter Theil.
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z68 Sieben und vierzigster Brief.

pcl im Frühjahr ziemlich klar pflügen und egen läßt,wird, wenn es im Herbst umgepflügt ist, nicht imStande seyn Pferde zu tragen.

Hier kommt ein gedoppelter Umstand dazu, war-um es gut ist nach einmaligem Pflügen zu säen, erst-lich damit der Samen zeitig in die Erde gebracht, undzum andern, damit derAckcr recht klar wird. Wenneiner, der im Herbst gepflügt hat, mit einem andern,der seine Stoppel bis zum Frühling liegen lassen, zu-gleich säet, so wird dieser ein Feld wie Gartenland, undjener wie eine Leimgrube haben.

Die Gründe für das Herbstpflügen beruhen vor-nehmlich auf den Wirkungen der Luft und Witterung,auf dem herumgeworfenen Acker, weil das in der Luftenthaltene Salz und der Salpeter der Erde mehrFruchtbarkeit geben soll. Dieß klingt vortreflich.Man pflüge aber nur einmal die Hälfte einer Wei-zcnstoppel im October, und lasse die andre bis zumFrühling liegen, um flc gleich nach dem Pflügen zusäen, wo wird man, wenn die übrigen Umstände sonsteinander gleich sind, das meiste ärnten? Die Frageist einfach genug, wer kann sie aber entscheidendbeantworten? Man kann hierüber viele Gründeaus der Natur und Chymie beybringen, aber es fehltan genauen wirthschaftlichen Versuchen. Aufman-chcn Feldern ist die Erde im Winter wie ein Schlamm,weil der Regen so leicht in das frisch aufgepflügteFeld dxi ngt, da sie hingegen trocken bleiben, wennsie nicht gepflügt werden, und das Wasser ablaufenkann. Ist das nicht ein großer Vortheil?

Wir wollen aber jetzt auch einen Fall nehmen,wo das Herbsipflügen sehr wichtig zu seyn scheint.Wenn das Land erst um Iohannis gesaet, oderden Sommer über als Brache zur Weizensaat um

Michael