Band 
Vierter Theil.
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4 io Vier und fünfzigster Brief.

so wichtig, daß ich ihm etwa« genauer in« Licht se4tzen muß.

Jedermann redet von der Noth der Armen, unddie Regierung ist so gar bedacht gewesen, derselbenabzuhelfen; ich behaupte aber, daß der ganze Haufevon Schriftstellern, die Sache nicht aus dem rech-ten Gesichtspunkte ansieht, weil sie die Armen durchErhöhung des Lohns und -erArmensteuer auf verei-nen, und durch Heruntersetzung des Preises derjVi-ctualien auf der an dern Seite helfen wollen.

Niemand läugnet, daß manche Arme Noth lei-den, und daß ihnen geholfen werden muß; aber dieseNoth rührt nicht aus obigen Ursachen her: die wahreQuelle der Noth ist darinn zu suchen, daß sie jetzt dasGeld auf überflüßige Sachen verwenden, anstatt daßsie sonst nur das Nothwendigste anschaften, dahingehört Thee und Zucker, welches, wie wir gesehenhaben, auf der ganzen Reise eingerissen ist. Wohinich kam, stimmte jedermann, er mochte nun füroder gegen die Armensteuer eingenommen seyn, da-hin überein, daß dieß die Armen um ein großesTheil ärmer mache. In manchen Kirchspielen schriebman die übertriebene Armensteuer, bloß dieser Ver-schwendung zu: indem manche Familien, die bestän-dig aus der Armenkasse empfangen, ohneEinschrän-kung zwey Mal des Tages Thee trinken.

Dieß ist nicht etwa ein Uebel an einem Orte,sondern ein allgemeines und unaufhörliches Uebel,und das sehr viel ausmacht. Es ist die Hauptursachedes hohen Lohns, und der hohen Armensteuer, ohnedaß dem Armen durch beydes eine wirkliche Erleich-terung verschaft würde. Sie wollen aber lieber dar-ben als den Thee unterlassen, ob sie gleich dadurch soviel ersparen würden, daß sie sich aus ihrer wahren

Noth