Band 
Vierter Theil.
JPEG-Download
 

4Z»

Neun und fünfzigster Brief.

daß sein bester Mergel nicht der ist, welcher am stärk-sten aufbrauset.

Meergras.

Man hat solches an vielen Orten, wo niemand«S zu schätzen weiß. Zu Gilbury fand ich es in gros-ser Menge, und ganz blau von verfaultem Unkraut,es ward aber nicht gebraucht. Zu Warham that esauf alten gemergelten Feldern, welche Düngung ge-brauchten, die schönste Wirkung, und noch mehr,als wenn zum zweyten Male gemergelt worden wäre,weswegen einer von Herrn Turners Pachtern, esweit herholte, und zwar auf ein Feld, wo Mergel-grnbcn vorhanden waren. Das Land bekommt da»durch neue Fruchtbarkeit, welche das erste Mergelnfast noch übertrift.

In Sampford giebt es so gute Wirthe, daßman, weil st^ damit düngen, ohne Bedenken anneh-men kann, daß die Felder großen Nutzen davon ha,bcn. Sie finden großen Vortheil dabey, wenn esmit Hofdüngcr vermischt wird.

Seeunkraut.

Auch hier gilt was ich schon so oft von der Nach-läßigkeit der meisten Pachter im Düngen gcsagrhabe.Dieß Unkraut wird auf den Inseln Thanek undWcight mit dem glücklichsten Erfolg als Düngunggenutzt, gleichwol behaupten die Pachter zu Gilburyin der Nachbarschaft von Wcight, daß es nicht ver-faule, und neun Zehntel von allen Pachtern längstden englischen Küsten, gebrauchen es gar nicht. DasEinstreuen in den Viehhof ist ein trcfliches Mittel,die Fäulung desselben zu befördern, und giebt zu-gleich eine vorlrefiiche Düngermischung.

Gebrannte