Band 
Vierter Theil.
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Neun und fünfzigster Brief. 4z t

Muschelmergel. (Oag.)

Dieses Düngnngsmittel ist von einer sonderbarren Eigenschaft, und besteht aus einem Mergel, dervoll von ganzen und pulverisirtm Muscheln, undweis oder roth von Farbe ist. Er greift sich ganztrocken und nicht seifenartig an. Man bemerkt we-der einiges Aufbrausen, noch zu Boden Sinken anihm, gleichwol sind zehn bis zwölf Fuder davon inSnffolk eben so kräftig, als sechzig bis hundert Fu-der von dem Mergel in Suffolk. Der Muschelmcr-gel dauert auch weit länger auf einem Felde, welchesman dadurch gelernt hat, daß man glaubt, dasselbeFeld dürfe nicht zwey Maljhinter einander mit Mu-schelmcrgel gedüngt werden, sondern müsse Mist be-kommen. Es giebt Felder, wo dieser Mergel fünf-zig, sechzig, bis hundert Jahre wirksam bleibt,wenn manihmnachgehcndö mitMistzuHülfekommt»Die Natur des hiesigen dürftigen Sandbodens, wirddurch den Muschclmergel ganz verändert, er hängtbesser zusammen und verliert diese Eigenschaft, wiedie Pachter hier sagen niemals wieder. Er hat einesehr fruchtbarmachendc Kraft, welches die ergiebigenAernten beweisen, die gleich darauf erfolgen.

K l e y e.

Man führt davon vierzig bis achtzig Fuder zuFleghundred und andern Orten anf einen Acker, undspürt auf leichtem und fettem Leimboden, vierzehnbis zwanzig Jahre Nutzen davon. Er wird in einerGegend von England hoch geschätzt, wo man sichbesser als in irgend einer Gegend auf das Mergeldün-gen versteht, und sie dem Mergel noch vorzieht, wennman beydes haben kann. Hierdurch bekommt desHerrn Carr Erfahrung einige Wahrscheinlichkeit,