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Neun und fünfzigster Brief.
Aus diesen Gründen, die sich noch viel weiterausführen ließen, halte ich nichts darauf den Hofe-düngcr so fett zu machen, daß man nur wenige Ackerbedungen kann, (ich rede bey allen diesen Anmerkun-gen blos vom Pstuglande). Man kann immer da-hin sehen, mit dem Futterstroh so weit zu reichenals möglich ist, aber es muß auf alle Fälle auch guteingestreuet werden, damit der Dünger so wohl ausverfaulten Vegetabilien als aus Mist und Urin be-siehe: thut man noch Erde oder Mergel darunter, sobleibt desto mehr Urin in der Composition.
Auf den Urin kommt sehr viel an, man muß des-wegen alle mögliche Sorgfalt anwenden ihn zu er-hallen. Insgemein läßt man ihn in einen Graben,oder Mistkcute ungenutzt laufen. In allen Wirth-schaften läuft viel Schnee- und Regenwasscr überden Hof, dieses muß man aufzuhalten suchen, undso oft als möglich, durch den mit Erde und Strohvermischten Düngerhaufen filtriren lassen. Wennes sich blos durch eine absorbirendeErde ziehen müß-te, so würde dieß alles schon einen guten Düngergeben.
Nach den bisherigen Grundsätzen, würde ich fol-gendes Verfahren mitdem Dünger im Hofe vorschla-gen. Man halte alles magere und Mastvieh, Kühe,Ochsen, Schweine, Pferderc. in Ställen und streuefleißig ein. Mitten im Hofe mache man ein Lagervon Mergel oder Kalk, Rasen oder frische Erde,ohngefähr einer Elle hoch. Auf diesen führe odertrage man allen diesen Mist aus den Ställen mitSchubkarren, bis der Haufen acht bis zehn Fußhoch wird. Aledcnn mache man ein neues Lagerdarneben, und verfahre wieder eben so» Von Zeitzu Zeit plumpe man das auf dem Hofe zusammen