10 Einleitung
so ist solches ebenwohl auf die Beschaffenheit der durchsie zu erhaltenden Verbindung von Einfluß.
So erhält man von brennendem Schwefel, ver-mittelst einer darüber gehaltenen angefeuchteten Glas-klocke, eine saure, Schwefelgeist genannte, Feuch-tigkeit, deren Saure im Grunde mit der, welchedurch Hitze aus den Vitriolen erhalten und daherVitriolsäure genannt wird, von einerlei Art, nurdurch beigemischten entzündlichen Stoff etwas abge-ändert ist, auch mit dem GewächSlaugensalze ein vondem virriolisirten Weinsteine etwas verschiedenesSchwefelsalz giebt, bis sie mit der Zeit, an der Luft,mit der gedachten Beimischung auch ihre veränderteBeschaffenheit verloren hat; indessen will diese Säurein beiden fließenden Gestalten, nemlich als Schwe-felgeist und Vitriolöl, mit entzündlichen Zusätzen nichtso leicht einen Schwefel wieder hervorbringen, alswenn sie in ihrer Verbindung mit Metallen, derAlaunerde und im Feuer nicht verfliegenden Laugen-salzen, Wasserfreier angewandt' wird. So lösetferner das Vitriolöl einige Metalle nur unversetztund durch Sieden auf, und muß dagegen zur Auf-lösung anderer vorher mit Wasser verdünnet werden,wenn man die Vitriole nachahmen will, in welchenman diese Säure und solche Metalle erweisen kann.So ist endlich die Säure, welche man durchs Brau-sen der Kreide, mit zugegossenen sauren Feuchtigkei-ten, luftförmig erhält, nicht im Stande, am Eisendie Auflösungskraft zu äußern, vermöge deren sieWasser, mit welchem sie vereinigt ist, zur Aufnahme
solches