zur allgemeinen Scheidekunst. §. 24.' 25
ken, Kümmel, Lavendelblumen u. d. m. durch ge-linde Wärme, mit zugesetztem Wasstr, ausgetriebenund in einem dazu schicklichen Geräthe aufgefangen,auch von darauf gegossenem stärksten Weingeisteausgezogen, und von demselben durch zugesetztesWasser geschieden werden, als ausgezogen anzusehen,weil sie den nemlichen Geruch, u. s. w. wie jene ge-würzhafte Stoffe selbst, spüren lassen; die stets fettanzufühlenden Oele, so man durch Auspressen der Oli-ven, Nußkerne u. d.Saamen erhält, eben dafür zuhalten; hingegen die übler und brandigt riechenden,sogenannten brenzlichten Oele, welche durch stärkereHitze aus ähnlichen Stoffen erhalten werden, inRücksicht auf solche brenzlichte Beschaffenheit, alshervorgebracht anzusehen.
So pflegt man endlich die Säure, welche ausder durch Kochen des Weinsteins mit Kreide und Was-ser, am Boden des Gefäßes erhaltenen, schwer inWasser aufzulösenden Verbindung, dem sogenann-ten Weinsteinselenite, durch zugesetzte Vitriolsäurefreigemacht wird, in das darauf gegossene Wasserübergeht und durch Verdunsten desselben, in trocke»ner Gestalt erhalten werden kann, die wesentlicheWeinsteinsäure zu nennen, von welcher sich die durchstarke Hitze aus dem Weinsteine zu erhaltende saureFeuchtigkeit merklich unterscheidet, mithin nicht so indemselben befindlich gewesen zu seyn, sondern vondem mit ihr vereinigten Oele, von welchem die ge-dachte wesentliche Weinsteinsäure in der Hitze koh«licht wird und welches dabei brenzlicht erhalten wird,
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