Band 
Erstes Stück. Vorbegriffe. Anfang der allgemeinen Bücherkunde.
JPEG-Download
 

84 Einleitung

immer sehr mangelhaft ausfallen und oft ihren Zweckverfehlen, ja wohl gar einen entgegengesetzten oderunerwarteten, nachteiligen, Erfolg bewirken.

Die Kenntniß der Eigenschaften und Beschaf-fenheit der Luft des Dunstkreises und des mannig«faltigen Einflusses, welchen selbige, nach ihrer ver-schiedenen Warme, oder Kälte, ihrem stärkeren,oder geringeren Drucke mehreren oder wenigem,schädlichern, oder unschädlichem, Beimischungen,Ruhe und Bewegung, auf den lebenden Körper aus-sert, wird durch die Scheidekunst beträchtlich erwei-tert, die Beurtheilung der Nahrungsmittel nachihrer Mischung, ihrem Zusammenhange und ihrerZubereitung, (welche letztere selbst großentheils inscheidekünstlerischen Verrichtungen besteht,) durchdieselbe merklich befördert und die Ergründung desErfolges anderer, weder mit einem natürlichen,noch widernatürlichen, Zustande des Körpers wesent-lich zusammenhängender und daher von den Aerz-ten sogenannter nicht natürlichen Dinge, oder Vor-gänge, in mancher Rücksicht erleichtert.

Endlich wird die Anwendung der Arzneimit-tel selbst, zur Hebung der erkannten krankhaftenVerkommenheiten, die Beihülfe der Scheidekunstin so ferne nutzen können, als aus dem, so dieseWissenschaft, von den Gründen krankhafter Vor-fälle und den Wirkungen der Arzeneimittel, inglei-chen in den übrigen, gemeldeten, Fächern der Arze-neiwissenschaft, einsehen lehrt, brauchbare Folgerun-gen, auf die Anwendung, zur wirklichen Hebung,

Linde-