96 Einleitung
gemeine Uebersicht der Wissenschaft giebt, ohne sichauf besondere Fächer derselben eigendö einzulassen.Von der Art sind die mehrsten Handbücher, doch hatman von jeher gelegentlich Anwendungen angebracht,welche in ältern Zeiten gewöhnlich der Arzeneikundeund zwar dem die Untersuchung und Zubereitung derArzeneien betreffenden Theile derselben zu Nutzenkamen °), in neuern Zeiten aber auch auf .verschie-dene
eram. ftibm. Axrm. k.ki'Tiv;. — >764.
I>onci. 6vtkor. 4. * Von der Eintheil. d. Scheidet, indie reine u. angewandte, Bestimmung der reinen; sie ent-wickele die Grundstoffe der Dinge; von den beiden chc»wischen materiellen Grundstoffen natürlicher Körper,welche es nur gebe, neml. dem erdigen, so zum Grund-theile diene ( principinm K>pciÜ3kicum), und dem ent-zündlichen ; im zweiten Theile sollte die Lehre von derMischung folgen, solcher ist chber, meines Wissens, nichterschienen. ^
s) — Begum bestimmte die Chemie geradezu, als eine--Kunst, gemischte natürliche Körper aufzulösen, und-»aufgelösete zu verdicken, um angenehmere, heilsamere»und sicherere Arzencimittel zu erhalten« (cöe»-. I-. I. Lap. i.) wodurch also der Theil von denMetallverwandlungen ausgeschlossen ward, wie auch inder Anmerkung (mein. Ausgabe Wittenb. 1656. 8. S.i , r) erinnert und daß die Chemie sonst als eine»Kunst, Magisterie» zu machen und reine Wesenheit„trn (Essenzen) aus gemischten Stoffen, nach Abschei-»dung des Körperliche», auszuziehen,« bestimmt wür-de, erwähnt ist. Lircker theilte dagegen die Alchemie(welches Wort in ältern Zeiten oft mit der Chemiegleichgcltend gebraucht ward) in i) die Metallur-gie, oder M kallenwissenschaft, neml. die Kunst, Me-talle zum nöthigen Behufe der Menschen zuzubereiten,zu waschen, auszuschmelzen, aufzulösen und einzudicken,reine von unreinen zu scheiden, welche er eigentlich Chy-mie