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Allgemeine Grundsätze der theoretisch-practischen Chemie, das ist, Gründlicher und vollständiger Unterricht der Chemie, in welchem nicht nur überhaupt eine gründliche Anleitung zu allen Theilen der Chemie, sondern auch die, aus allen dreyen Natur-Reichen, vorkommende Operationes und Producta chemica mit vernünfftigen physicalischen Demonstrationibus und richtigen Experimentis auf die leichteste und sicherste Art abgehandelt und gelehrt werden : nebst beygefügten medicinischen, chirurgischen, oeconomischen, metallurgischen etc. Gebrauch und Anwendung / herausgegeben von D. Johann Christian Zimmermann, mit königl. pohln. und churfürstl. sächs. allergnädigsten Privilegio
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k. I. 6ap. I.Os ^ms. iz

auch das ^riiiclpium lulpliureo-Ttbereum, vergleichender 8pir!tU8 sulplaurig vo-krittle auch verursachet: Deswegen man ihm doch nicht vor ein Mali volanle hal-ten kan. ^ ..

Die Wässer sind sehr verschiedentlich, und werden eingetheilet:

1) In /^ciug8 äulceg, so entweder puriores alsOmell-und Brunnen-Wässer, vslimpuriores. oder Fluß-und stehende Wässer sind;

2 ) In/^czuas ^lias mineralLS, und diese sind die Meer-Wässer, ^ciäulrr/I'be»MX, virriolische, alaunichte, kalckichre und andere mineralische Wässer; Und

z) in Xguss aereas, solche sind ^aua roraliz, p!uviali8,nivali8, ^ranäinis, Olaci-ei.und ronirralia: DarunterderThau das zarteste und reinesteWasser ist,wenn ecsauber und auf dem Lande und nicht in Städten, wegen des vielen Rauchs,Staubs etc. gesammlet wird: Und das -^ua pluvialis muß gleichfalls ausserStädten und nicht von Dächern etc. gesammlet werden: Soll es aber rechtrein seyn, so muß man es öeltilliren: Da es so dann zu saubern ChymischenArbeiten vor allen andern Wässern am geschicktesten ist.

Man theilet die Wässer auch

») in meckicarss, dahin gehören alle reine leichte Wässer und die ^Ltäu-Ise; und

lr) in äcjuas non meclicarag, impurioreg vel noxias: als da sind von leztern diebicuminolso, calcarisr, metallicee, vitriolicee, vensriolso Lee»

Ferner:

in ^cjU38 molliorea §L äuriorsg, erstere sind die Fluß-und stehende Wässer, lezrereaber die mineralischen harten Wasser, welche viel Erde, Kalck, Alaun, Vitrioletc. halten, und zum Mauren, Gips und dergleichen dienlich; die weichen hin-gegen, welche mehr schleimhaffte und zart lalinische Theile haben, zu andernvcconomischen Sachen, als zum Brod - Backen, Bierbrauen, Brandwein-brennen, Leinwandbleichen, Waschen, Gerben, Seiffensieden etc., und zur Chy-mie am geschicktesten sind.

Die äciäulL oder Sauerbrunnen sind von denen l'bermis darinnen unterschieden,daß sie jederzeit kalt Herfür kommen und gerruncken werden, auch allemahl weitsubtiler und besser lolviret sind; Die ^bermse hingegen mehr terrestrischeTheile in sich haben: Weswegen sie zum innerlichen Gebrauche nicht so geschicktsind als die ^eiäulse.

Überhaupt pflegen die^ciclulX undlbermw entweder vom^eiöo vilriolico, oderlerra Malica salig communjg conjunLtim, iniormaMs mirabilis, odervonMalisch-terrestrischen, oder martialischen, oder bituminösen - terrestrischenTheilen zu parr-icipiren.

Wasser solviret keine Ueimas, 8ulpburs, Lirumina, Olea Lcc. z. E. Coloptioni-um, 8uccinum, 8ulpkur, ^spbalcum 6cc. Werden leztere aber mit allcalibus ^6xi5 tractiret, so lolviret es solche zum Theil; Und sind die Oele damit Laxo-niüciret, so werden sie vom Wasser ganz aufgelöset.

DasWasser löset die Seiffe, 6ummsrs, 5ucco8 inssiilläros. z. E. lerram 6s,leckuz /tloen, Luccum^ihuiririse Lee. auf, UNd exirakiret alle Lorxors §ela>

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