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Allgemeine Grundsätze der theoretisch-practischen Chemie, das ist, Gründlicher und vollständiger Unterricht der Chemie, in welchem nicht nur überhaupt eine gründliche Anleitung zu allen Theilen der Chemie, sondern auch die, aus allen dreyen Natur-Reichen, vorkommende Operationes und Producta chemica mit vernünfftigen physicalischen Demonstrationibus und richtigen Experimentis auf die leichteste und sicherste Art abgehandelt und gelehrt werden : nebst beygefügten medicinischen, chirurgischen, oeconomischen, metallurgischen etc. Gebrauch und Anwendung / herausgegeben von D. Johann Christian Zimmermann, mit königl. pohln. und churfürstl. sächs. allergnädigsten Privilegio
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?. II. (ü. I. Ve 83ÜI1U8 in Oeners. 29z

p^kloiopliicum: in 8ole ZL 8 gle iunl omnis, seine gute Richtigkeit hgr: nehmlich inLenin lglo: Jedoch muß man ein Salz nicht als ein pi-incipium purum vel primum,sondern als ein iecunäum oder principigtum betrachten.

Die Salze hat vor andern Stahl am deutlichsten beschrieben, da er sie nennet einesubtile, mit Wasser verknüpffre, arcenmrte Erde, welche in ihrer innern Mixtur dermaßenfest zusammen hängen, daß keines von beyden beweget werden kan Was aber dassey, was hier die Erde grrenuiret? ist bis äsro «»ausgemacht; Desgleichen ist noch un-bekannt, was die Bewegung verursachet, wodurch eins mit dem andern reiolviret undcombiniret wird ? Denn Wasser als Wasser beweget sich wenig; Und Erde als Erdebeweget sich nicht, wo sie nicht beweget wird: Es muß also das Wasser, als ein Wasser,und die Erde etwas haben daß sie beweget, und ich wüßte M Zeit auf nichts anders alsdas allgemeine L KloZilkon zu fallen, so dieses verrichtet. Ein Salz, in concreio, mußschmackbar, scharf, im Wasser äiüolubel, und nur, in dieser und jener subtiler Vermi-schung, in etwas verändert seyn und zur Erde werden.

Die Beschreibung derer Salze, derer meisten ckenücorum, ist also beschaffen, daßman beym Durchlesen kein Vominv vonnörhen hat: Denn da haben dieselben solchedurch die lVlicrolcopiL betrachtet und mit Circuln ausgemessen, und bald corpuiculsscurg, kamsts, Uslkars, punAemia, acumingw, rmKuloiä, oblonAa, riAiäa öcc. baldSpieße und Stangen darinnen finden wollen; andere haben sie Lorpora coaüirurivs;noch andere primum ispläum Lce. und was der närrischen Grillen mehrsind, geheißen.

Alle Salze bestehen aus der 8ub>güicms, indem sie beständig, durch die knenugri-em, bald in dieses bald in jenes munret werden; Und die Erde in denen Salzen ist sehrunterschieden, sie vanirer sowohl an Zartheit, Flüßigkeit als andern Eigenschafften, wieman an der Erde im Lorgce abnehmen kan: Ja so gar die Eslces derer Thiere undKnochen äifferiren unter sich: Denn aufCapetten, von Schweins-Knochen gemacht,kan man nicht abtreiben.

Salze lassen sich, rgrions der Flüßigkeit, im Wasser Lolviren, hiervon hat maudas Exempel an Lorsx, Alaun rc. in welchen eine häufige Erde ist, so jedoch mit durchssslcrum gehet.

Daß die Salze Wasser halten, wird ein jeder leicht begreifen können, als welchesihr Vetliculum der Dispkgnnät ist. Der Kalck hat wenig salzhafftes in sich: Mit Was-ser aber kan ein ziemliches Salz daraus gemachet werden. Ob gleich der 1grkaru8 vi-rriolglus und ärcgnum äuplicarum sich lange unverändert im Feuer halten, so habensi e doch Wasser in sich. ^

Man macht auch einen Unterscheid inrer 8sl,g exkricgrs und mfricgra: e. A. imUereurio «Zulci steckt ein 8al gciäum, ingleichen inkbossrkoro gräenre, 8ulpkureöic.Wenn aber das brennlichte Wesen heraus ist, so ist das l^la^ms ein 83! gciäum sglis.

Daß aber ein Salz per kermenwüonem A, Uurrefgckioaem kan immmiret wer-dell, siehet man z E. im Weine, larrgro öcc. als welcher erstere, durch die Fermenta-tion, ein 8al sciäum, und letzterer, durch die ?urrefgäiion, einen 8prrltum Llkslicumvolgrilem darstellet; Ingleichen wenn man ein ^ciäum vilriolieum mit inkiammsbill-bu« tractirer, entstehet daraus ein würcklicher Schwefel; FrifcheKräutergeben perker-menlalionem ein beräum, per kMrreküLkionem aber einUrinvkum; Und Ealx vivg»mit Vitriol destilliret, und viele ölichte Theile, geben mit ein öcc. '

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