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Trincken rsüsÄiren will, der kan sich die I^ixrion noch kürtzer und compenäiöser vor-stellen, und sich nur diL vorhin erwehnte Becherische Eintheilüng des Weines ima^ürire»oder bloß auf die zerley LudÜLnriLs virL:
a) Auf die 8umlnam, so der Tpiritus vini ist;
b) Auf die iriLmam, so der Weinstein und grobe Erde;
c) Und auf die moälam seine Gedancken richten, als in welcher mcäia das öhlicht-
rsüriöse undAummöse, auch zartestiglinische, beste und nahrhaffteWesen vor-handen ist. IW: wenn es anders wohl ausgegohrne und von ihren ursprüng-lich-gröbsten, garstigen Theilen, wohl äopurlrke Weine sind.
Man kan auch aus dem LKsü des Weines, fast r-äcico, die Proportion solcherHreyen LubLrorlen, bey sich sechsten, iuäiciren lernen: Denn
s) Nimmt der getrunckene Wein den Kopff ein, ecliLuKrer das Geblüt, und ma-chet bald rruncken, so kan man von der Proportion des zu sich genommenenWeines, auch gleich die Proportion der HubKanri«: Lunmso oder des in sol-chem Weine enthaltenen Spiritus vinischlüffen;
b) Giebt er Nahrung und Kräffre, ohne LokauKrung und andere Ineommoäics,
so juäiciret man daraus die Güte, Beschaffenheit und Proportion seiner Lud-üänrir lnociiee; Und
c) Machet er laxiren, Incommociität im Urin oder gar Gicht-und Stern-Schmer-
tzen, so schlüffet man daraus, nach Proportion, dessen LibLanrism inlimam,den vielen Weinstein, grobe erdichte, klebricht-rnuciäo,unreine, nicht wohl aus-gegohrne oder durch die permenracion nicht abgeschiedene hefichte Theile.
Die Eigenschaffren eines guten Weines haben die Alten -r) entweder nach drey Aoder nach allen fünff äußerlichen Sinnen, jenes mit dem Worte < 108 , und das letzteremit dem Worte 0081 ^ andeuten wollen; Wenn siegesagel: Ein guter Wein soll Vi>num 008 seyn, so haben sie mit solchen z. Buchstaben «i olor Oäor öc 8spor verstan-den, das ist, er soll klar und schön von Farbe seyn, einen guten Geruch und Geschmackhaben, da die Teutschen auch noch auf das Versehen gehalten:
Iß, was gar ist: Trinck, was klar ist:
Rede, was wahr ist: So lebst du lang zu jeder Frist.
Die aber auf alle 5. Sinnen gesehen und das Wort 0 oÜL vorgegeben, haben solcheBuchstaben explieiret: Der Wein solle sich ciMno uiren Lolors, Oäoro, 8apore,'pL-üu Lc H.uäicu: womit sie gemeynet, erstlich was ich vorher schon von der Farbe, demGeruch und Geschmack, der z. ersten Buchstaben halber, gedacht, vsrs andere aberauch,rariono rEus, daß er nicht allzuwäßrich und dünne, sondern im Anfühlen etwas klebrichseyn, rarioriL Luäirus aber, daß er bey dem Einschencken etwas krübeln, schäumen oderein klein Geräusche machen soll. Die Lalernimrü haben ohngefehr dasselbige in zweyenVerschen aufgezeichnet: nehmlich
i.
Vinum Lc darum, vetu8, Lubrils marurum,bono uilurum, läiiens, mocleramius Lumrum.
2.
8i bour Vinacupis, ciu'mczueLseoIauäLnruriniHis:
I'orcia, fornrylit Lr lra§rauria, triZiäa A lsvis.
Kkk kkk 2 Vor