993 dlll. vs Vins.
Sack oder Säcken !n plunil gantz und gar nicht, wie das teutsche Wort Säcke, son-dem dis ist nur eine einfältige, zugleich unrichtige teutsche Einbildung und Erklärung :Es kommt demnach das Wort 5ec entweder vom Frantzösischen her, als welcheauchdenWein nicht anders, denn Via 8 ea nennen, oder vom Ztaliänischund Spanischen Vmo8 ecL 0 , so dasselbe ist und im Teutschen Trocken-Wein heisset: Man hat solchen Weinmdeßhalb den Nahmen gegeben, weil er von meist eingeschrumpelren und bey nahe trocke-nen Beeren gewachst wird, wie dann die Ungarn, g 6 imirmlonem solches Nahmens,auch trocken Beerwein oder Vmo 8 ecco machen und versenden. Es giebt in Lurop»also gemeiniglich dreyerley Weine, die man unter den Nahmen von 8 ec verkaufter-.Zwey-erley Lgngl-isn- 8 LL-Wein, den?älm- 8 ec, und den von lVIzäera, davon der erste derallerbeste und köstlichste ist : die zte Sorte ist die schlechteste, und wird genannt Xereler-Lec, vulgo 8ireter-8ec , so in Spanien bey dem Orte Xerss gewonnen und s)ulUretwird.
b) Hiernechft sind von denen ausländischen Weinen, die aus Candien undGriechen-chen-Land kommende hin-und wieder, die letztem, absonderlich in Italien, sehr gebräuch-lich. Aus Candien allein kam vor diesem nur der Vlglvgliei-, dann auch wohl einiger ausGriechen-Land, dessen kabriqus. weil er ebenfalls durch m5lm6iren und Kochen, alsodurch Menschen gekünstelt wird , 6eUorüu8 beschrieben hat: Heute zu Tage aber wirdder meiste in Spanien kadriciret. DieJalraner halten noch viel vom lVIstvalier: dahersie ihn l^laimg ollg boces ö Lallkmo sl cerveNo, ein Manna vor den Mund und einBalsam vors Gehirne, nennen: Er pflegt süsse zu schmecken, gvld-oder bräunlich-gelbeauszusehen und wurde vor diesem gar sehr in der iVleclicm gebraucht, auch denen Kran-cken, als ein Labsal, zum Trincken recommsaäiret: Auf Italiänisch heist er Klglvaüa o-der belalvoZis, welches einige von lVkalvggio oder VsglvaZica boßhaffr, Schalckhaffligkeitäeriviren, Damit andeuten wollen, daß man diesem Weine nicht träum oder davon zu vieltrincken solle, er habe einen Schalck hinter sich. Der aus Esnäien oder Lrew kommen-de wird auch mit dem Beynahmen solcher Länder Xlalvg^ia 6l Ognäia L 6i Oem, deraus Griechenland seyende aber kvlglvslia 6il>sgpo1i genannt, so imTürckischen Flores lie-get. Sonsten kommen daher auch noch gute TZmische und LepNalonische Weine nachVenedig, nebst einer Menge geringer dorten, wie dann die meist-gebräuchlichste Weinein gedachtem Venedig und in ihren viktriüen heute zu Tage Griechische und korsischeWeine sind, darunter auch solche schlechte und wohlfeile Sorten, daß sie lauterEßig davonmachen und selbigen in Menge zur Bleyweiß-b'gbriqus employiren.
c) Der Wein aber, den man in Italien Vmo §reco nennet, ist kein Wein ausGriechen-Land, sondern schon ein Italiänischer Wein: Er wächst am Berge Veluvio,ist Gold-farbicht, fett und schärfflich-süsse,wird von denen d>legpolicgnern sehr verfälschetund, zum Unterscheid der andern Sorten, von einigen Vmo Zreco 6e lomma geheissen,weil man auch noch andere Arten, nemlich Vmo ^reco 6e 'I'orre und Vmo Zreco 6sI^lolg und Vmo greco 6'Icliia hat. Ferner wächset in denen Thälern bey erwehntemBerge Veluvio eine Art Wein, den sie ^gn^isZuerrg heissen: Noch wächset allhier eineSorte welche gantz dick und schwächlich ausstehet, welchen die Jtaliäner Verrscigriruli-ren: Auch wächset an dem Fluß des Vesuvll ein äelicgter Wein , der von denen Ein-wohnern Vmo Verzins genennet wird, wiewohl die Jtaliäner.allen ersten, ohne Presst,ablauffenden Wein, Vino Verglas nennen: Ferner haben sie im Königreich Nespoiis
Lamxr-