Von Schädlichkeit derer Weine. wo?
iemus spricht in seiner 7. Lpiüol. Vergleichen Bevieme sollen nicht die Coäiceg in Eali-cL 8 , nicht die Bücher in Becher verwechseln; Und jener k>Kl 1 c>lopKus schreibet Uem-pudlicam LäministranribuZ edriLtas prwcipue kugienda. Salomon sagt ilN r Versdes 20. Cap. gedachter Sprüche: Der Wein macht lege Leute, und starck Getrau kemacht wilde: Wer dazu Lust hat, wird nimmer weise, plinius schreibet im i.Cap. desSZ. Buches: Sepien na vino obumbracur : wenn der Wein eingehet so gehet die Weiß-heit aus, und wer voll Weines ist, kast nicht voll Geistes seyn, oder wie Habacuc sagt:Der Wein bekreuzt auch einen stolhen Mann. /rlpbonlüs der Konig von LAonienhat gesager: Daß der Wein nicht allein die Weisheit verdunckele, sondern darauf nochdazu eine rasende Unsinnigkeit und Wollust, als 2. Töchter der Trunkenheit, Herfürbrächte. Als der 12jährige Printz Cyrus von feinem Groß-Vater befraget
ward: Warum er nicht auch etwas vom Weine versuchte? so gab er ihm zur Antwort:Er fürchte sich, daß Gisst drinne wäre, weil er an des Königs Geburts-Tage, da mandes Weines viel getruncken, angemercket habe,, wie sowohl der König als seine Gästegleichsam thöricht geworden und von Verstände gekommen: Diese alte Herren hattenselbst dis gethan, was sie denen Kindern verboten: sie hatten, wie unsinnige Leute, untereinander geschrien: sie hätten sich ihrer Srärcke gerühmet, und hätte doch keiner mehr ste-hen können: Der König habe vergessen, daß er König sey, und die Gäste, daß sie seineUnterthanen wären: Er glaube also gewiß, daß es mit diesem Geträncke nicht recht rich-tig wäre. lairksrus sagt in seinem z ten Bomo: Der Wein gehet zum ersten glatt undsüß ein, sonderlich wenn der Trunckenbold trotzig ist, so läst sich der Wein getrost sauf-fen- Aber zuletzt wird der gesoffene Wein Herr imKopsse, und wirfft den Sau - Ritterunter dreBanck.
Unter der Regierung UomuU war allen Weibern bey Leibes-Straffe das Wein-Trincken verboten, welches auch scharff gehalten wurde. Jener sprach veürmr Le meu-tern vinum pruäsnribus omnem. blscrobius sagte: Ciro teneicunr öc exliccimrur,qui crebro poLula liceanr. Sprach sagt im z isten Cap. Sey nicht ein Weinsäusser,denn der Wein bringet viel Leute um: Die Esse prüfet das gelötete Eisen-Werck: Alsoprüfet der Wein der Frevlen Hertzen, wenn sie trunken sind; Ferner sagt er - Der Weinerquickt dem Menschen das Leben, so man ihn maßiglich trincket: Item der Wein ist ge-schaffen, daß er den Menschen soll frölich machen : Annoch der W in zur Nothdurfft ge-truncken, erfreuet Leib und See!, dW: aber so man sein zuviel trincket, bringt er dasHer-heleid: DieTrunckenheit machet einen tollen Narren noch toller, daß ertrotzrund pochet,bis er wohl gebleuet, geschlagen und verwundet wird. Salomon spricht im 2gsten Cap.seiner Sprüche: Wo ist Wehe ? wo ist Leid ? wo ist Zanck? wo ist Klagen ? wo sindWunden ohne Ursach? wo sind rothe Augen ? Nemlich wo man beym Weine liegt undkommt auszusauffen was eingeschencket ist: Siehe den Wein nicht an, daß er so roth ist,und im Glase so schöne stehet: Er gehet glatt ein, aber darnach beisset er, wieeineSchlan-ge und sticht, wie eine Otter, und so weiter-
Kurtz: aus dem zu vulen Wein-Trincken,hintereinander, entstehet zuerste die Tro-ckenheit, welche öBker iVIalirikk öc »mnium Vüiorum merropo!l8, die Mutter der Boß-heit und die UeüäenLe oder Haupt-Stadt genennet wk'd, wo alle Laster wohnen, indemaus der Trunckenheik alle andere Arten von Sünde und Boßheit, Fluchen, Schelten,Hu-ren, Morden, Stehlen, rc. entstehen kan: Sie beraubet dem Menschen die Vemunfft und
verkehm