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Den Wem aber nur Schnee oder Eiß vermischt zu trincken ift gefährlich und ker'nes-weges anzurachen, so wenig als auch nur bey Eiß zu erkühlen, als welches, absonderlichwenn man sich sehr erhitzet, durchaus nicht geschehen sollte, indem davon allein üble Sui-ten kommen können.
Die Alten heissen den mit Wasser vermischten Wein, Vinum lxmpbgwm,Vmumscxugkum, Vmum sillurum, Hingegenden puren Wein ivlsi-um oder Vinumümplex,auch wohlkorionem Sc-ycliiesm, weilen die Scythen niemahls den Wein irgends wo-mit vermischten oder solchen äiluirten.
Was, um des Wein-Trinckens willen, vor eine MengeluUrumenteoderTrinck-Ge-fthirre, erfunden worden und wie manche Geschirre, wegen des Schneidens und Schaf-fens, entsetzlich theur zu stehen kommen, ist zur GnügL bekannt, auch dieses leider! daßnicht nur mitAustrinckung deren grossen, Pferde-maßigen (^m-imten aufeinmahl, son-dern auch mit frevelhastter Zerschmeissung der Triuck-Geschirre, bey dem sogenanntenGe-sundheits-Trincken so manche vorschliche Sünde, Verschwendung und Verderbung des-sen, damit vielen Armen Hülffe und Labsal wiederfahren könnte, verübet wird : um so vielgrösser deucht mir die Sünde zu seyn, wenn man mit denen Humpen hintereinander so ei-lend trincket, daß man den Wein bey nahe, so wie er hineingegossen worden, also gleichwiederum ovomiret oder aus dem Magen stürher.
Es ist mit dem Wein-Trincken bey uns dahin gekommen, daß fast nicht das gering-ste mehr, so nur einigermaßen etwas solennes, auch bey dem Bürger Stande, heißet,pas-Lren kan, ohne daß nicht Wein dabey müsse getruncken werden Man muß Wein mu-cken beym gebshren-werden, bey demSechs-Wochen-Beite,bey dem Kind-Tauffen, beydem Verlöbniß-und Hochzeit-machen, und endlich auch gar noch bey den Begräbnissen,und so weiter bey Geburts-und Nahmens-Tagen,bey allen Gast-Gebothen und Schmau-sereyen.
Wegen des Gesundheit-Trinckens batO^enus folgenden Vers gemacher:ribi porarum plus iunr in venrrs ialurum,bkoc minus eporis kiilce lsluris babes:
I^na lslus isnis, nullgm porars iälurem.d^on elk m pors vers lAuce Salus?
Seil
ülk porior pnra licca ialure lslus.
Was nun nicht also an puren Weinenausgetruncken wird, das muß össters nochm kalten Schalen oder warmen Suppen, <Hä 'I'kgnkers, kunck, Liskops und aller-hand andern b/lelsn^en, glüend oder heissen Weinen , I-lippocrgs-Weinen, u.d. g. ge-truncken, gesuppet odergeschlurffet werden; Man machet sich endlich auch noch vinscom-poürg, als Kirsch-Wein, Aland-Wein,. Bitter-Wein,Hirschzungen-Wein, u.d.g.mehr;Endlich wird der Wein auch sonsten noch in der Küche zu allerhand Tuncken, Saucen undSpeisen emploMSt. Und dis möchte von dessen u5u älLrerico öc «conomico gesagetseyn-
Der Wein hat ferner seinen ulum eccleüalkicum , nicht nur bey Heydnisch- undJüdischen UeliZlous-Öersmonien, sondern auch bey denen Christen, wie bekannt, imHeiligen Abendmahl.
Was