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Allgemeine Grundsätze der theoretisch-practischen Chemie, das ist, Gründlicher und vollständiger Unterricht der Chemie, in welchem nicht nur überhaupt eine gründliche Anleitung zu allen Theilen der Chemie, sondern auch die, aus allen dreyen Natur-Reichen, vorkommende Operationes und Producta chemica mit vernünfftigen physicalischen Demonstrationibus und richtigen Experimentis auf die leichteste und sicherste Art abgehandelt und gelehrt werden : nebst beygefügten medicinischen, chirurgischen, oeconomischen, metallurgischen etc. Gebrauch und Anwendung / herausgegeben von D. Johann Christian Zimmermann, mit königl. pohln. und churfürstl. sächs. allergnädigsten Privilegio
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Vorn Gebrauche des Weins. ron.

Was der gute Wein, mäßig und behörig getruncken, bey dem Menschen vor einenNutzen habe, kan man zum Theil in des gelahrten Herrn protsüoris lAoKmanni 1 )i 5ierranvinbus äe xrwüanria Virii Ulienani, äe Vino bäunAarico, und so auch in andernviÜLrmrionibiw und Lcripris cle Vino , in Hgclüii ^mpeloAraxbiL, in Febixii ^ru-ciarn äe ^limencis, in allerhand Uraciicis und wenigstens nur nach des vr. 2ornii al-leZLris pLA.^ 708. 709. öc 710. seiner LoranoloZiE, mit eigener Lommoäirat, selbstnachschlagen. Besonders sind des Herrn Hoffmanns Scripra, äc Oiü Vini zum Nach-lesen zu recomlnsnäiren. Der Wein vermehret die natürliche Wärme und starcket da-durch das Hertz, die Lebens-Geister, wie man offte in Mattigkeit und Ohnmacht gewahrwird: Er gieber denen Müden Kraffte und machet Das ganhe Gemüthe des Menschen frö-lich, bringet Ruhe und Schlaff, erwärmet den Magen, befördert die Dauung, scharffetdie Sinne, Vernunssr und Verstand, vertreibet Melancholey,Schwermüthigkeit, Angst,Traurigkeit und Sorgen, dahero auch Salomon im 6. und 7. Vers des vorerwehnrengiften Cap. seiner Sprüche saget^ Gebet den Wein den betrübten Seelen, daß sie trinckenund ihres Elendes vergessen, und ihres Unglücks nicht mehr gedencken.

Ein vormahliger rasäicus Lodanus hat, als ein karrou vom Weine, fol-gende gebundene Worte exxrimim:

Omnia rcstiraunr Eonnacrnn Vina csioremLr cito pars molior §LNbuini8 incle venir:

d>lam psoLtrat, cibum ^Lrcirur in omnLL

^IsmdrLczue resticuir^ czuw renEL jacsnr.

I^LNFusnri 8 xsllir 8 comLcku 8 kaKiäia Lc au§erLiuiism, reücir czuos ^iruira A-rav^r.

Lilsm por Orinas vacuar, reääirlgus Lalorem:

^xbilai-ac msnres, 1 obora ürma iäcir.

Und an einem andem Orte setzet obgemeldrer ^uckor noch hinzu:

l'alia Vina iguistein rnoäice clrm, commoäs xrwÜÄnr:

Irnrnoäics noli /iimer^ ium^ta nocent.

Sonsten heilt es auch:

Vina ^aranr animo8, kaciunr-gus I^aboridus axros:

Wer trinckt sein Gläschen Wein beym Tisch,

Wird munter und zur Arbeit frisch:

Allein dW. inoäi-cL öc inLilroclics.

Sonst hat man oblervirer, wenn einige Weine mchr äiurecisch sind, als die ande-ren,oder wohl gar laxiren, daß selbige etwas mehr klinische Theile oder mehr zartenrrrum haben. Ferner ist bekannt,daß gemeiniglich die rochen Weine insonderheitkuon.-rac, Vin ä Lramira^c, Vin Fravs, Viri rsinre u. d.g. LÜstririoiren.

Ausser demOlü meäico, cla^mico ö: pkarmgLLvr'lao, wird er auch in Der^lürur-Kie oder zu allerhand äußerlichen Dingen, insonderheit zu b omerimrionL 8 Umschlägen,LxirbemLra, und verschiedenen andern Dingen mehr, gebrauchet.

kro Oi'u vb.grmLcsvrico wird, nach unserm j)ilpLn 5 ärorio,;.bis SerleyArtWein,nehmlich Spamsch-Wem, ^Llvaüer, 8sc, Frantz-Wein, Rhein-Wein, und rolherWein

Mmmmmms zu