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Allgemeine Grundsätze der theoretisch-practischen Chemie, das ist, Gründlicher und vollständiger Unterricht der Chemie, in welchem nicht nur überhaupt eine gründliche Anleitung zu allen Theilen der Chemie, sondern auch die, aus allen dreyen Natur-Reichen, vorkommende Operationes und Producta chemica mit vernünfftigen physicalischen Demonstrationibus und richtigen Experimentis auf die leichteste und sicherste Art abgehandelt und gelehrt werden : nebst beygefügten medicinischen, chirurgischen, oeconomischen, metallurgischen etc. Gebrauch und Anwendung / herausgegeben von D. Johann Christian Zimmermann, mit königl. pohln. und churfürstl. sächs. allergnädigsten Privilegio
Entstehung
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?.II! OeRe§n. VeZetad. 6ap.LI^NI. ve IM Vmi. ioiz

Man nennet sie im Lateinis .en vina meälegra, ViriL aromari^AM, Vina compoll-ra, auch Wohl Villa faLkirict vel arrekiLialig, da hat man Virium Lnularum, äLlviarum,^nrboiärum, ^bilnrbiresJunipLrinulrl, (ü^äonires, Leraiörum, krunüllorum i)^I-velirium, ^Lmbucinum, Vinum ^L^oarire, (Hami aromarici, I^inourL LLrvingr,HippoLi-aricum, 8LMnLum, item Jvhannis-Beer-Himbeer-I^ilien-Lonvallien-Wein

In Engeiland noch Vinum am^rum, arrbriricum, purAan--, cbal) bsacum,äropicum, Mericum, lVIirsbile, iVkille^eämmm, ?sÄora!s, 8 Le 1 or^rbicum^ dcsrbu-riLum, bromacbi^um^ Viperinum, 6cc. In Franckreich hat man auch Vinum b'ebri-kuAUln, Vinum IVlanlicL, I^sllis öcidiexchrirlcum.

An einigen Orten hasten sie auch vinum concontrsrum, als wie mans ehedessenzu v. 6unäLls!ieimsr8 Zeiten allhier in der Hof-Apothecke halten muste; anjetzoist er a-ber hier nicht mehr gebräuchlich. Solch Vinum conLsnrrarum wird o^s Lono-slario-«is gemacht, da man nehmlich eine oder andere verlangte Sorte guten Wein des Win-ters, wenn die gröfte Kalte ist, gefrieren last, dasEiß davon nimmt, das zurückgeblie-bene, ungesrorne IMuickum wiederum der Kalte sx^ckniret und hiermit so lange conri-nuwet, bis nichts mehr davon gefrieren will, sondern alles, auch im stärcksten Froste, U-czul6s verbleibet, so ist er fertig, und findet sich hierinnen alles tubKanrielle, so imWei-ne gewesen, bloß hat sie das meiste Wasser nebst etlichen wenigen zarten Wein - Theil-chen, durch den Frost davon abgeschieden und ausgesondert. ksracelluZ hat im ztenlorno seiner vperurn PLA. 47Z. schon davon etwas erwehnet, weit mehr aber hat un-ser Herr Hof-Rath Stahl seel. in seinen sogenannten Monathen, und zwar lVIenib o-üobri. hiervon geschrieben. Von denen besten Weinen pfleget der 6te Lheil übrig oderliciuiäe zu bleiben, so man zwar als ein äromL vilü ansehen könnte,indem damitgleich-sam andere Weine zu aroman^ren stünden: Allein er hat fast jedesmahl einenaltoi-inen,und lange nicht mehr so angenehmen Geschmack,daher er dem andern Weine einen merck-lichen Neben-Geschmack cLuüret, auch an sich selbst, so alleine, nicht mehr, wie Wein,zu trincken stehet. So wohl das gefrorne ?küe§ma verdirbst leichte, als auch das vonneuem angestellte lVlixrum, ich meyne, wenn man das gefrorne austhauen läst, solch Eiß*Wasser wieder unter das zurückgebliebene ungesrorne IMuiäurn giesset und beydes vonneuem meliret: Es ist nicht mehr der vorige Wein, sondern die erste Exrion ist gäntz*lich ruoblrer und alroriret: Daß ich aber gesaget, es wären in dem gefrornen elüsZmL-re einige zarte Wein-Theilchen, beweise ich daher, weil man aus solchem Eise, durch ge-wisse Handgriffe, wiederum einen Eßig machen kau. Der Loncenrrirte Wein wirdvon einigen auch Lüenna Vini, Vinum ellarum, item vinl genannt, und mey-

nen viele, dieser in die Enge gebrachte Wein sey 8xir1rus viui anri^uorum non mclens.Der bekannte v. ibuäovici har im 4ten und ;ten Jahre der ersten vecur. Lpkemerick..

(üurloior. lud d-lo. 201. eine Ob/ervarion cks Vini conceurrLrione, allwo die^I-v3xvrarion gebrauchet wird, communiclrer.

In der wird der Wein als Wein,wenig oder gar nicht gebrauchet,dahinge-

§en aberwoh! Z.bis4. von ihm iepsrirte, theils inKammabiiische, theils kälinisch - vleösevder oleös-iälinische Stücke, vor allen Dingen i) der 8x>iriruL viui und 2)derEßig,her-nach z) der Weinstein, und endlich auch 4) die Weinhefen:

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