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s) Der 8xiricu8 Vini wird von fermsrnirtein Weine, bloß durch äsKilfatlonss»und roirerirte 1 -eökiücariones gewonnen oder lopariret; b) Der Eßig entstehet von ei-ner 2 ten ^ermeriwrion, wenn nehmlich der Wein von neuem in eine Gährung gebracht,und, so bald er zur behörigen Saure gekommen, solche Operation gchemmrr worden, in-dem sonsten diese b'ermenrario aeerola, wenn sie zu Ende und darauf nicht gehemmetwird, eine andere nach sich einführet, oder zuletzt die kermemario purrilLgillolä ieuVappescenria entstehet.
Zur ^LsriücLtion oder Eßigmacherey, ich will sagen, dass der Wein zu guten EßigZähre, werden hauptsächlich z. unvermeidliche Umstände erfordert: i) GuterWem:denn je besser der Wein ist, je besser wird der Eßig, ä contra: So bald nehmlich derWein zähe und lang wird (als welches man im Lateinischen Vinurn psnäulurn Heister)so gleich will er sich entweder gar nicht, oder doch sehr schwer, in Eßig verkehren lassen;2 ) Wird zum guten Eßigmachen erfordert ein reines Geschirr, darinnen der Wein zuEßig werden soll: Denn ob ich gleich guten Wein habe, so wird doch nichts gescheidesdavon werden, wenn das Geschirre, darinnen er sauren soll, unreine ist:
Wenn.man z. E. noch so guten Wein, in ein dumpicht und kaanichtes Eßig - Vass,darinnen nehmlich vorher verdorbener oder umgeschlagener kaanichter, dumpichcer Eßiggewesen, gießet, sogähret er nicht zu Eßig, sondern ergehet gleich in die letzte 8peciemfjsrmenrarionis, er hüpfst über, springt die i^rmenracionsin acerolam vorbey und ge-het gerades Weges in die im Vasse schon vor sich findende oder wenigstens äilponirkelbLtmenrariooem purrilaAinolam, vappelcirt, verdirbst, wird kaanicht, schimmlich,«ruf die Letzte stinckend und faulz Das zle) Uequilirum zum Eßigmachen ist die Wär-me oder eine Bewegung: Denn so lange der Wein am kalten Orte gehalten wird, 0 -der so lange er in der Ruhe und ohne Bewegung bleibet, so lange wird nicht leichte einezweyte kLrmsorarion, die acerilication, erreget werden, noch völlig vor sich gehen: Sobald aber eine äußerliche Warme dazu kommt oder, baß er durch gewaltige Bewe-gung erwärmet wird, so gleich ist der Anfang und die vichoürion da, zum acelciren,und fernerhin zum vappeüären, wie ich kurtz vorher angeführet habe. Daß die Wär-me die acscikLarion befördertest allen gemeinen Eßigmachern,so gar denen Haußmütter-chen, bekannt: Daß aber die bloße Bewegung die /rceriücarion beschleunige, ist nichtjedem bekannt: bbombsrg- hat desfalls ein Lxpeiimsor angestellet, eine Lomo
ille mir gutem Weine an eine Mühl - Klapper gehangen, und durch solche stete Bewe-gung , in Zeit von z. Tagen recht guten Eßig erhalten, welches um so vielmehr bewei-set, daß auch bey dem stille stehen, wenn nur die Wärme zum Weine kommt, eitEo-rus irneüimis vorgehet; c) Wie sich der Weinstein, und endlich ü) auch die Hefenvom Weine in denen Vassern absondern, ist ebenfalls jedem zur Gnüge bekannt.
Was aber mit dem 8piriru Vini, ^.cLto Vini äc larraro weiter in der EK)'miLangegeben, oder was alles ferner daraus und damit gemachet, und zu wievielerley jedesgenubct und emxlo^iret wird, habe ich zu andern Zeiten, da ich von diesen Dingeninsbesondere ausführliche I.sÄioneL gehalten, weiklaufftig schon gelehrer, gesaget underwiesen;