1Ol8 6ap. LI^IV. Os ^eäoarrL.
Daß auch sonsten noch eine Menge sinnreicher und lustiger Lieder, Verse, LobgedichteauchwohlSauff-Lieder auf den Wein gemacht worden, ist ohnedem bekannt.
Lap. dlV.
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Von der Zitwer- Wurhel:
k^avon sind sonderlich 2 . Sorten: i) lon§a, welche die rechte und beste, und unser ab-
zuhandelndes 8ubjLäkuni ist, wovon auch alle^rsoparLM müssen gemacher werden;2 ) koruriäa. Unsere Vorfahren haben davor gehalten, sie wären von 2 erley Gewächsen;Andere aber meynen, sie wären von einerley Gewächse, welches sonderlich Uobellus be-hauptet, welchem man auch Beyfall gegeben: so lange bis einige IVleckici undselbst dahin gereiser und es gesehen. I.oliLlius meyner, die runden säßen an der langenLeäoLria als kleine Knöllichen an der Seite der rechten Wurhel; Andere sagen: diesewären mehr weiß-graulichr, die oräinrüre runde aber schlechter. Dieses aber wäre nochnicht genug zur Widerlegung, wenn sie selbst nicht rechte Pflantzen angetroffen, die nurpure runde gehabt hätten : Daherodenen am meisten zu glauben, zumahl da sie auchGewächie nach Holland gebracht, und sie allda gepflantzet haben : Dahero man freylichUrsache zu glauben hat, daß es eine aparte Pflantze sey: Viel. blermaani Horrum iVla-ladaricum, Larav-örc.
AlleLecioaria ist eine 8pecies Lln^iberig, wie auch die^urcuma kns^enus Än^i-beris gehört, es heissen es dieJndianer diua, und setzen, denen unterschiedenen 8peciedusnur Beynahmen zu: doch hat die orclinaire LeZvaria keinen Beynahmen. L. Laulii-nus sagt: Die rechte sey TlinÄber larikol lckermanni, Leramber,, Lärmig ab
k^orro örOua ibiorri iVlalabariei, also die wahre Tlecloaria oKcinarum. Die Uorun-cka ist Lolekäcum ^Le^lanieum, üoreViolL ociore öctoloie epliemeroO.L.vici.I-Ior-rum i^lalabar. Von der -^eäoaria^e^lanica Lampbora reclolenre, woraus auch tüam-xbor gemacht wird, will ich nicht gedencken, und wie die orcliaalren Sorten wachien,kanin blorco iVlalabar. Lr I^uAclun. Larav. nachgelesen werden. Wir bleiben nur bey der or-ciiriLiren langen Leäoaria: Selbige wachset in Oft-Andien, int^ezlon^ )avaund 8uma-rra,. sonderlich in LenZ-ala; Sie ist in Stückm eines Fingers lang und dick, doch dicker unddünner, weißlicht-auch bräunlicht-grau. Man muß nicht wurmstichige, sondern dichte, fe-ste, leicht zubrechliche, aromarischwiechende und schmeckende, deren Geruch etwas demund Rosmarin gleichet, erwählen, und weil sie leicht wurmstichig wird, so mußman keinen grossen Verrath davon haben. Die grosse runde Wurheln haben auch Za-fern. Die frische R.LäixLeäoariX wird auch wie der^üniber in Zndien mit Zucker ein-gemacht.
SamuelGotthilffl^laniclus in seinem Ira^.äeLerLrelLeäoLi-irr-, sagetvon der cb^-«visch.xbvtiEL!.Beschaffenheit derselben: sie bestehe ausdünnen, zugespitzten, etwas astig-ten, langen und runden Theilen. Ich sage aber die Leäoaria bestehet:
i) äk'al'ribusAuinmoüs, 2)re6noiIs, z) oleoiis, 4) InäiKolubilibug.
Dieksrss Mnse sind iepararikn nicht zu äemon^riren, ohngeachtet sie in allen Ve-«ewbilien sind. Alles riechende und schmeckende Wesen in derLeckoaria liegt im oleoKutiali, so aber von grober und schwerer Isxrm- ist, wovon in Kj.zj. ist, und noch wohl
etwas