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Allgemeine Grundsätze der theoretisch-practischen Chemie, das ist, Gründlicher und vollständiger Unterricht der Chemie, in welchem nicht nur überhaupt eine gründliche Anleitung zu allen Theilen der Chemie, sondern auch die, aus allen dreyen Natur-Reichen, vorkommende Operationes und Producta chemica mit vernünfftigen physicalischen Demonstrationibus und richtigen Experimentis auf die leichteste und sicherste Art abgehandelt und gelehrt werden : nebst beygefügten medicinischen, chirurgischen, oeconomischen, metallurgischen etc. Gebrauch und Anwendung / herausgegeben von D. Johann Christian Zimmermann, mit königl. pohln. und churfürstl. sächs. allergnädigsten Privilegio
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H44 Vorbericht.

und ist nicht nur in allen Dingen Erde, sondern auch lM: das Letzte wird immerwiederum zur Erde, und bleibt sticht das Wasser zuletzt: ja das Wasser kan wohlzur Erde werden, indem ichs vor eine von der Warme flüßig gemachte Erde halte,und nenne ich es eine durchsichtige stößige Erde: denn so bald die Warme aufhö-ret, höret auch ihre Mäßigkeit auf, und zuletzt kan man per Lkymlam auch eineerhebliche 6xs Erde daraus beweisen und hervorbringen.

Indessen ist diese primoräial-Erde schon als ein M'xtum anzusehen, weitnichts leparables davon abzuscheiden und darzustellen ist.

Das erste Grund-krincipium ist demnach eine Erde, welche nach BeckersAngeben,in seiner kk^üea lukcerranea, dreyerley ist, als:

1) Die lerra prima oder vitrelcens, die virrelcirende körende Erde, diealler ludlunarischen Dinge öatis ist;

2) Die lerra lecunäa, oder lulplmrea, oderlnstammabilissso 8tak1kk1o-xitton nennet, und der Grund alles brennlichen und glänzenden Wesens ist; Und

z) Die lerra tereia, leu mercurialischeu mercuriücans, welche derGrundalles metallischen stößigen Wesens ist.

Wenn nun die erste Grund-Erde mrt Wasser vermischet ist, so entstehet dar-aus'ein Saltz, und zwar das 8a! aciäum primi§enium : Denn die erste primor-äialis lVlixrio lalina bestehet aus der lerra vicrelcibili und Wasser, weswegen es^ciäum primiAemum geheissen wird, nemlich in purer Reinigkeit: welchesaber^Durch Beymischung fremdartiger Cörper, die andern lVlixca und^ciäa conikitui-ret, Und auch im Borace mit hasstet. Kommt nun sothanes ^ciäum, in derVermischung, zum brennlichen Wesen, wie z.E. beym Schwefel zu finden, oderzu einer Kreiden-oder thonhafften Erde, wie beym Alaun, oder zu einer metalli-schen Erde, wie beym Vitriol geschiehet: so constiruiret solches den Schwefel, A-saun und Vitriol: Und erhalt dahero die Nahmen ^.ciäum üilpkureum, alumi-riotum und vitriolicum.

Vermischt sich dieses ^ciäum aber mit der lerra lecunäa: so wird es ber-äum nicroium benennet; Und geschiehet dergleichen mit derlerra cercia: soheis-set man es ^.ciäum lalinum: Vicl. 8cripca Beclieri 8r 8caklü.

Einige wollen zwar behaupten, daß das ^ciäum salinum das ^ciäum pri-miZenium sey: weil dieses in grösserer (Zuamitat als das -Vciclum vitriolicumund in allen z. Naturreichen anzutreffen wäre- Allein dieses hindert nicht die Ab-kunfft vom 8ale vicriolico: Ob gleich nicht zu laugnen, daß ein jedes von vorherHenennten -Vciäis allerdings mit etwas besondern lpeciüciret ist: AlsDas^ciäum vitriolicum cum lerra 6xaca vicrelcibili;

- - nicroium cum lerra instammadili: indem mit 8pirim

nicri wiederum ein brennlicheskkcrum kan gemacht werden; Und),) Das ^ciäum lalinum cum lerra mercuriaü A volaciliiants.

2 ) Geben