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Allgemeine Grundsätze der theoretisch-practischen Chemie, das ist, Gründlicher und vollständiger Unterricht der Chemie, in welchem nicht nur überhaupt eine gründliche Anleitung zu allen Theilen der Chemie, sondern auch die, aus allen dreyen Natur-Reichen, vorkommende Operationes und Producta chemica mit vernünfftigen physicalischen Demonstrationibus und richtigen Experimentis auf die leichteste und sicherste Art abgehandelt und gelehrt werden : nebst beygefügten medicinischen, chirurgischen, oeconomischen, metallurgischen etc. Gebrauch und Anwendung / herausgegeben von D. Johann Christian Zimmermann, mit königl. pohln. und churfürstl. sächs. allergnädigsten Privilegio
Entstehung
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k. V. OekeANO Mineral i) E!ap. XXVII. ve?Iumbc>.

Minio: Einige meynen, es entstünde bloß von der starcken Lalcinanon: Allein caleimreichs noch so starck, ohne Flaitimen-Feuer, so wirds nur eine graue Asche, und vbne rußig-ren und nicht beständig auf dem Bley Hinstreichenden Flammen Feuer kein iV!imum,unddieses rußigte Wesen und inü^mmsbils muß das meiste zur Nöthe des iVIimi thun. VonZxix Bley erhält man zxx l^Iinii,

Das KIslkicKok wird eigentlich von dem Bley-Glantze verfertiget, und wird vonder Lerustg cirring äilkinAniret: weil diese reiner und schöner an Farbe ist.

Lerulsg glba ist ein von Eßig zerfressenes Bley, oder ein von einer 8oluriorie sgmr-nl übergebliebener und mit Fleiß gemachter Lslx tskui-ni: Es wird in Amsterdam und Ve-nedig fgbriciret, und vielfältig mir Kreide rc. verfälscht.

Das Schieffer-weiß ist auch eine reine und die schönste OriM: sie wird Oerustain labulis geheissen.

Einige heissen die Eerustsm auch ?IumbgAo: Allein ?lumbg§o ist insgemein dasvräingire Schreib-vder Port-oder Wasser-Bley, solches wird auch Mol^bäena geheis-sen,jist kein Bley, und siehet nur,derFarbe nach, wie Bley aus.

Man hak noch z. a 4. Arten von Ealcidus larurni:i) Wenn man Bley schmeltzt, und das Bley ohne Zusah, durch beständiges Sa-tiren, mit einem kupssernen Inttrumenr die sich beständig torimrende Haut abziehet undsolche zum Kalck machet: Und dieses ist ein reiner Blep-Kalck, die andern haben schonein und den andern Zusah; 2) Wenn das Bley mit Zinne eingeäschert wird : welcheArbeit oder Lslcingcioa viel eher und leichter geschiehet als erstere; Oder z) mit Schwe-fel, welches man ?1umbum uttum nennet; 4) mit d-lirro: welches man erstlich schmel-het,dann ein Stückgen Bley nach dem andern hinein wirfft und es wohl umrühret; Und5) mit 5 glc communi:

die Sslia werden hernachmahls oräinair wieder davon mit heissen Wassersbluiret.

kluinbum Zrsnulgmm wird gemacht, wenn man geschmoltzen Bley in eine mitKreide beschmierte Büchse gisst, und es also starck und schnell durcheinander schüttelt. ESwird oräinsir Bley-Korn genennet, und zum Probieren gebraucht.

Das recht runde klumbum Zranulgrum oder Schieß-Schroot wird mit dem Zusatzvom auripiAmenro gemacht, und durch blecherne Siebe torriret. Giesset man das Osset-in einem eisernen Mörsel, rühret es so lange um bis es anfangt zu gerinnen , und reibetes sodann geschwinde, bis es völlig gestehet, so wird es am kleinesten und reinesten: Manmuß das Grobe durch ein Sieb davon lepgnren; auch kan man das Bley pulveristren,wenn man es flüssen läst, Kohlen-Staub darunter reibet, und sodann denKohlemStaubdavon wäschst; Angleichen last sich das Silber und Bley gar leichte grgnuliren : Maybestreichet zwey unglasurte Töpffe, oder andere unglasurre Geschirre, die wohl aufein-ander passen , inwendig mit 8ebo oder Wachs wohl aus, und bestreuet solche sodannmit gemeinen Saltze, so viel sichs thun last, giesset hierauf flüssendes Bley oder Silber hin-ein, stürhet den andern Topff darüber und schüttelt schnell, eine gute Weile, den Topffhin und her, so wird es ziemlich klein srsnuliret, so man reinigen und, nach Gefallen, lor-riren kan.

Das ^cetum lAtkarIvr« ist eine 8o!m>o 8sturni in ^csro Vini: Man kan sol-ches machen, wenn man Bley in den Helm legt, und Eßig darüber äettiMrer: Die So-

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