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Allgemeine Grundsätze der theoretisch-practischen Chemie, das ist, Gründlicher und vollständiger Unterricht der Chemie, in welchem nicht nur überhaupt eine gründliche Anleitung zu allen Theilen der Chemie, sondern auch die, aus allen dreyen Natur-Reichen, vorkommende Operationes und Producta chemica mit vernünfftigen physicalischen Demonstrationibus und richtigen Experimentis auf die leichteste und sicherste Art abgehandelt und gelehrt werden : nebst beygefügten medicinischen, chirurgischen, oeconomischen, metallurgischen etc. Gebrauch und Anwendung / herausgegeben von D. Johann Christian Zimmermann, mit königl. pohln. und churfürstl. sächs. allergnädigsten Privilegio
Entstehung
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k. V.'DeKeANo Vlinsrali,.XXVIII. Oe 8 als Oommuni. 1415

Wenn das Bley vor den Brenn-Spiegel kommt, so wird es, nach einigen Rauchers,r) röthlich-bunr, dann 2 ) wie Hartz, und endlich z) zu sinem grün-gelben Vicro.

Amnerckungen:

Das Bley macht das ^rlenicum 6x und zu einem bl^arünrb-farbenen Glase.

Oemenriret man Bley-Ertz mit Schwefcl-Kießen einige Zeit und schmeltzet solches,so wird man darinnen einiges Silber finden.

Wenn Bley, lubku-Ayrium oder lVlinium mit bgle smmonigco ckeUilliret wird,erhält man einen Lpiric. urinolum cgutbieum.

Das Bley wird auch gebrauchet das Gold und Silber aus dem Kupffer zu saygern,weil es das Gold! und Silber lieber und leichter als das Kupffer auflöset : indem dasBley in einer geringen, das Kupffer aber in starcker Hitze flüsset : Hiervon conksrireman in Lgpice äs Oupro PSA.IZIZ. vonderSapgerungdesKupffers.

Das Bley und Glötte haben auch ihren besondern Nutzen, 'um das Gold, Silberund Kupffer aus denen Erden und Steinen zu sirDcipiciren : denn sie lösen alle Erdenund Steine auf, und machen damit flüffeude Schlacken, woraus sich das Metall, weil esschwerer ist, niederschlüget.

Da sich das Bley mit dem Eisen , so lange beyde in ihrer metallischen Form sind,nicht vereiniget: so thut das Bley und Eisen gute Dienste in Scheidung des Silbersvom Zinne, wenn man das Silber-Haltige Zinn erst mit Bleye zusammen schmeltzet, undsodann etwas reine lämgrurgm manis, mit einem 8g1e glkali sixo, hinzumischet, so be-hält das Bley das Silber aus dem Zinne, und das Zinn wird mit dem Eisen zur Schla-cke aufgelöset.

Ob sichlzwar'das Bley mit dem Eisen ordentlich nicht vermischet , so thut es dochdieses mit dem Bley-Glantze; Und mit Lroco kianis gehet das Bley gar leichte in einschwächliches Glaß.

8scbgrum Zgmrni last sich, gegen Einiger wiedrigen Meinungen,allerdings in Olec>lerebinriimre, ausfolgende Art,fastgantzlich iolviren : Wenn man subtil geriebenesund warm gemachtes 8aebgrum Sarurni in eine etwas hohe kbiole thut und darauf 4mahl soviel gleichfalls warm gemachtes Ol. lerebincb. gießet; Die l>bio!s in warmOI. lbini hineinsehet und etwas kochen last. Dieser Uals. borurni dienet zur Reinigung,Ausrrocknung und Heilung der Wunden: 5-l6. Das OI.1erebincb.inL kochet viel eherals das Oleum IH.

Weit leichter aber löset sich der Bley-Kalck mit 2 . Thnlen Ol. limauf; worzuman sodann OI. lerebicubML mischen kan.

Oap. XXVM.

Oe 8 ale Oommuni,

Vom gemeinen Saltze:

8Aermulhlich sist das 8äl commune oder gemeine Saltz eine allen Menschen bekannteD^^lacerie, ürdem es nicht allein in denen Apothecken und einmischen b-aboraioriis zu

(Eee) mancher-