1416 XXVIII. Oe8LleLommurü.
mancherley lVleöicgmenta, nicht allem von allerhand Künstlern undHandwerckern, son-dern zuförderst und gröstentheils in der Oeconomie und allen Küchen, also wokl von al-len Menschen gebrauchet wird ; Nichts desto weniger ist es doch denen Wenigsten in sei-nem innersten Wesen bekannt: Da aber solches zu förderst die mit des Menschen Ge-sundheir zu thun habende meäicimsche Personen wissen sollten , absonderlich weil es eineso nöthige und nützliche Sudltgnr ist, daß es viele nicht nur vor das edelste lVlmergle vorallen andern IVImergl'ien , sondern wohl gar das edelste Geschöpfte GOnes unter denenleblosen Geschöpften gehalten haben, und dann auch, ungeachtet allbereits hievon über-aus viel geschrieben und gedrucker worden, dennoch manches hier und darzu erinnern ste-het : So habe ich es um so vielmehr der Mühe werth zu seyn erachtet, wenn ich auch vondiesem Saltze eben so, wie vom Salpeter und andern gebräuchlichen Saltzen,eine aus-führliche Abhandlung hielte.
Das gemeine Saltz ist das Saltz, wovon alle in der Welt seyende scharff-schme-ckende und im Wasser loluble, ohngefehr gleichförmige ivlixrs öc dompoürg, ich meynealle andere Saltze, ihre Haupt-Benennung od»r ihren Stamm-Nahmen bekommen ha-ben, und zur viitinLUon nur diesen oder jenen Zunahmen tragen' Dagegen diesem Sal-he, unserm 8ubjeÄ0, das eintzige (ienergl-Wort Saltz allein dienen und hinlänglichseyn kan, wie es dann im gemeinen Leben von Anfang an , hinlänglich gewesen und auchnoch bis diese Stunde ist, dergestalt^ daß, wenn von Saltz geredet, geschrieben, oder daseintzige Wort Saltz gebrauchet wird , man niemahls kein ander Saltz, als das gemeineSaltz verstehet, und so auch mit denen Wörtern derer damit umgehenden Personen, z.E:Saltz-Inlpeüor, Saltz-k'gLior, Saltz-Sieder, rc. ohne daß man nöthig hätte, irgendsein ander Neben-Won bey das Wort Saltz hinzuzufügen: Welches aber bey allen an-dern Saltzen nicht geschehen kan, sondern diese müssen entweder einen ganh andern Nah-men, oder zum wenigsten doch einen Bey-Nakmen hinter dem Saltz-Nahmen haben, in-dem sie sonsten nicht können erkannt oderverstanden werden.
Im Griechischen heist das' Saltzi-Lxr, welches eben als das Wurhel - oderGrund-Worr des lateinischen und teutschen Nahmens, ja ich mag sagen als der meisten,^ivo nicht aller Europäischen Nationen Saltz-Benennung kan angesehen werden: Dennhieraus ist unstreitig das lateinische Wort 8sl gekommen, indem es dieselbi.ge, dabey we-der mehr noch weniger, Buchstaben hat,also nur ein ana^k smmg oder blosse Versetzungder dreyen Buchstaben ausmachet, dergestalt, daß das bey dem Griechischen Wortehinterstehende 8 als 8. in der ?ronunrigrion beydem lateinischen Worte 8gl voran-gesetzer, also per gnsAramms aus 8sl gemacher worden ist: Das teutsche Wort aberkommt, der Aussprache nach,von beyden her, als spräche man das lateinische und Grie-chische zusammen aus, oder als setzte man vor das Griechische äx? nur das lateinische 8.da es dann allezeit 8^s klingen oder heißen muß. Die übrigen Europäer haben es meistvom Lateinischen, oder fast völlig lateinisch, als die Spanier und Portugiesen 8al, die Z-taliäner 8ale, die Engeländer 8r,Ir, die Frantzosen 8el, die Pohlen8ol, die Russen 8«r,die Holländer 8nm, die Dähnen 8glt, die Schweden 8sk, als nur mir einer oderandernkleinen Veränderung riruliret.
Und da das Wort «-te mit einem 8pirim aipero oder also ausgesprochen wird, alsstünde ein l-l voran, dergestalt, daß es alsdenn, an stattals, blrls künger, so bin ichder Meynung, daß das teutsche Wort Halle auch daher seinen Ursprung hat, und d.ch
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