14*8 (üas). XXVHI- Ds Laie commum.
wäre an Geschmack so süß wie Honig: Mit welcher Vergleichung, wenn'sie sagen, essähe aus wie Saltz, sie racira zu verstehen gegeben, daß sie das Saltz selbst nicht mey-nen, als welches man sonst nicht würde zur Vcrgleichung gezogen haben, wie denn auchLas gemeine Saltz keinesweges süß, wie Honig, schmecket.
Das stst commune findet sich in der Welt auf dreyerley Art, wie bekannt, auf ge-wisse Weise aber auch nur zweyerley: Wenn ich von zweyerley Art sage, so meyne ichsnoch dazu in gedoppeltem Verstände:
s) Einmahl findet mans in trockner und tollster Gestalt, und denn auch in staustster oder lolvlrter Gestalt;
b) Zweotens findet mans unter der Erden, und in dem Meere.
Redet man aber von dreyerley Art, so findet man das Saltz:
1) In dem Meer- Wasser;
2) Unter der Erde, in trockner und fester Gestalt; und
z) Denn auch unter der Erde, in nasser und flüssiger Gestalt.
Man theilet demnach alles ist eommrme oder gemeine Saltz insgemein in dreyenlep Sorten ein, nehmlich, nach jetzt gemeldter letzten Art:
«) in lal marmum, jZ) in ist tollste,. und -/) in tsl tonrsnum:
In See-Saltz, in Srein-Saltz oder gegraben Saltz, und in Brunnen-Saltz.
Überhaupt und in ihrer Grund-Mischung sind sie alle drey einerley, es ist eines wiedas andere l'st commune, bloß hat jedes noch eine kleine Beymischung, oder sie stltke-rlren nur in etwas wenigem, Kanone der Reinlichkeit, wie wir weiter vernehmen werden.
Es ist in allen dreyen Sorten ein tal narlvum, und kan die Kunst Hiebey weiternichts verrichten, als daß sie
1) Dem tolvlnen Saltze im See-oder Quell-Wasser das Wasser benehme, und eszu trockner Saltz-Gestalt bringe, und
2) Daß sie alle drey Sorten etwa von ihren anklebenden scheidbaren Unreinigkeitenbefreye, und zu diesem oder jenem Gebrauch stepurlre; Unter welchen dreyen Sorten sienoch das meiste bey dem Quellen-oder Brunnen-Saltze verrichtet; Dagegen die Kunstbeym Salpeter, Alaun, reinen Vuriolen und andern mineralischen Saltzen schon einmehrers tlnrn muß.
Ob das Saltz alleine aus dem Meere oder Stein - Saltze seine ursprüngliche Ab-kunfft habe, ist zur Zeit nicht aewiß zu stersrminircn: Diejenigen so davor halten, daßLas ist tonrannm oder die Saltz-Quellen nichts anders als tolvirteStstOemmse l.to^üle wäre, über welches LI tollste ras Quell- Wasser lauffend striche und immer etwastolvirere, haben nicht in Erwägung gezogen, daß
,) bey vielen Saltz-Quellen weit und breit herum kein tal tollste zu finden, ob auchschon bey einigen etwas wäre gefunden worden:
2) Gefetzt aber, es wäre überall tal tollste in denen Gegenden, wo die reiche Saltz-Quellen sind/ so würde ja solches
s) Vielfältig ungleiche Lolurlones abgeben, und die S altz-S ole oder das saltzichteWasser bald reich bald arm von Saltze seyn: wie wäre es möglich, daß es in mehr alshundert Jahren immer von einerley Gehalt oder doch meistens eZst-Saltzreich gewesen,und noch immer bleibet?
i>) Ferner muste sichs ja von Zeit zu Zeit vermindern, und in Zeit von hundert
Zah-