V. De Re§no ^inerali, dap. XXVIII. Os 8ale 6ommunI. 1419
Jahren ein grosses vom 5 ale kollili abgegangen, dadurch entsetzliche Holen unter der Er-de geworden, auch alsdenn in dem Streichen und Lausten der Wasser einen anderncouLs verursachet und diese oder jene sehr merckbare Verhinderung oder Veränderungentstanden seyn, von welchen allen man gar nichts bey denen Saltz-,Quellen weiß,, zu ge-schweigen, daß man niemahls dergleichen Holen in solchen Gegenden finden
z) Missten insonderheit in selbigen Gegenden und zwar in ziemlicher Diüance her-um, allwo die unbeschreiblicheMenge von 5 g!s toiM vorhanden ist, alle Brunnen oderdoch überaus viele Brunnen und Quellen gesaltzen seyn, weiln daselbst weit und breit Lalfolülo unter der Erden lieget;
4) Es wüsten wenigstens in der Nähe solcher Saitz-Bergwercke gar keine süsseQuel-len oder Brunnen anzutreffen seyn: Wie wäre es möglich, daß selbst bey dem Bergwer-ke süsse Quellen seyn könnten ? Nachdem aber solche gleichwohl würcklich sind, ja manhat bey demPohlnischen grossen Saltz-Wercke selbst einen süssen Brunnen und dann inder Nahe an vielen Orten dergleichen, so fallen ja alle diese Gedancken von sechsten weg.
5) Wie denn dieseMeynung auch von denen warmen Badern,Sauer-undGesund-Brunnen, als welche auch immerfort vonJahr zu Jahr, von einem 8oculc> zum andern,,einerley Gehalt in czualirare A^uanritaw von diesen und jenen mineralischen tiubikanciiskolviret halten, überwiesen wird.
Ich glaube demnach sicherlich, daß auch die Salh-Quellen und das 83I konwnunrvon der anfänglichen Erschaffung und aliweüen Göttlichen Ordnung äeponäiren, zumahlda der Höchste das Saitz mir einem so sonderbaren Seegcn begäbet, daß es gleichsam alsein Balsam des Menschlichen Lebens oder als das 8ukksnwLu1um Viroo (wie es Einigenennen) fern muß und fast nicht zu entbehren stehet. Da nun alle noch jetzt daurendexKMoalifcheOrdnungen gewiß von der Erschaffung der Welt und aller ersten Ord-nung und' cieklinarion GOttes abstammen, so muß man nothwendig geden-ck n und schlüssen: daß auch gleich die erste Welt oder die vor der Sünesluth gewe-,sene Menschen, nach solcher göttlichen Ordnung, und ihrem natürlichen tnikmcku habenSalz essen müßen oder ohne Salz nicht haben leben können, conie^uemsr hat ihnen derweise Versorger schon vorher überall Vorrarh gnug geschafft, gleichwie wir solches nochrag-täglich sehen und überall gewahr werden: Wie denn der liebe Vater einige LanderM t der See umgeben, demnach, mit solchem See Vorrathgnug vom Salze mitgetheilethat; Andern Landern, da die See ziemlich weit davon ist, hat er den unaussprechlichenSchatz und unergründlichen Vorrarh vom Stein-Saltz gegeben; Und noch andern Lan-dern, die weder S ein-Salz noch See-Salz besitzen, hat er endlich die Salh-Quellen mit-getheilet, als welchen letztem Segen insonderheit das werthe Teutschland empfangen h.ar:Wäre nun anfänglich bey Erschaffung der Welt das Stein- Salz ganh allein erschaffenworden, von was harten die andereLander, in welchen niemahls etwas Stein-Salz ver-handln, bis zur Sündflmhs-Zeit, leben oder das benölhigre Salz Herhabensollen? Undwäre nur allein das Salz in dem Meere gewesen , wie hätten die andern in solchen Län-dern wohnende Vökcker sollen des Salzes halber zurcchre kommen, allwo nehmlich weitund breit keine See zu finden gewesen ? Anderer ViKculräten zu geschweigen.
Das ^sl marinum oder See-Salz zeiget sein Herkommen mit dem Vey-Nahmenan, nehmlich aus der See oder aus dem Meere, wie denn alles Meer-oder See- Wasserin der (muhen Welt gesaltzen oder mit Laie commuiü versehen ist; Wobey aber zu wis-sen dienet: (Eee) z r)Daß