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Allgemeine Grundsätze der theoretisch-practischen Chemie, das ist, Gründlicher und vollständiger Unterricht der Chemie, in welchem nicht nur überhaupt eine gründliche Anleitung zu allen Theilen der Chemie, sondern auch die, aus allen dreyen Natur-Reichen, vorkommende Operationes und Producta chemica mit vernünfftigen physicalischen Demonstrationibus und richtigen Experimentis auf die leichteste und sicherste Art abgehandelt und gelehrt werden : nebst beygefügten medicinischen, chirurgischen, oeconomischen, metallurgischen etc. Gebrauch und Anwendung / herausgegeben von D. Johann Christian Zimmermann, mit königl. pohln. und churfürstl. sächs. allergnädigsten Privilegio
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1426 E!ap. XXVIII. Ds 8 ale Oomnwrü.

Allmdorff, zu Saltz, zur Hellen, zu Saltz-Gütter, bey Lätzen im Merseburgifchen, beyColberg, in Pommern und vielen andern Orten mehr vorhanden: Allein sie sind vielenlncvmlnoättäten umerworffen und es ist überhaupt ein mühsames, pa^vres Handrhie-ren: Wenn nun alles wohl reulliret, so concenrrirt sich durch sslche Procedur dieSole und das concelirrirle wird auf die letzte in denen Pfannen vollends zu Salzgesotten.

Wenn Salh-Solen, Salh-Quellen oder solche natürliche loluriones sali 8 commu-nis sollen probirel werden oder man wissen will: Wie viel Saltz in einem Quarr Wasseroder solcher Sohle verhanoen ? so pflegt man es gerne mit lyrischen Lilancen zu thun:Man hat eigene Saltzprobierer dazu: Man kan es auch wägen, ander rein Wasser dage-gen wägen, und das Uebergewichte calcullren oder tukrrakirm: Die ^KUraÄion, Ve>Üillarion, xrsecipirarion, mue lolurion, ciepursüon und ordentliche crMMiattonwäre zwar das accurateste, es würde aber viel Mühe und Zeit erfordern.

Des 8 ali 8 communi 8 vel culinari.--Proben und Eigenschafften sind folgende:

r) Muß es, dem Ansehen nach, schön weiß,

2 ) durchsichtig, cr^üaliinisch,

z) ohne Geruch,

4) reine von Geschmack,

5) von Anfühlen nicht weich, sondern dichte, hart und feste seyn .-'denn je härter und

fester es ist, je besser ist es;

6 ) Muß es trocken seyn, und an derLufft nicht äsli^ueiciren;

7 ) Esmußunter denenCrvftallenalsdieoräinairviereckicht oderauchwieviereckichte

unterwerts zugespitzte Näpffchen sind, nichts pulverichtes haben, vielwemgerdas ganhe Saltz pulvericht seyn;

8 ) Es muß reine und leicht im Wasser zergehen, dergestalt, daß es nicht nur eine

helle, klare und weisst bolurion mit dem Wasser abgebe, sondern auch nichtszu Boden fallen lasse;

9 ) Es muß auf glüenden Kohlen knickern und springen: als welches die allervor-

nehmste und leicht in die Augen fallende Proben sind:

Es vermehret die Kohlen-Glut, welches man auch bey denen Grob-Schmieden sehenkan.

Es fiüsstt im Feuer und verliehet zugleich etwas von seinem ^.ciäo, beyconrlnmren-der Hitze.

Es last sich leichte volanlistren a) theils durch Kohlen b) theils aber auch, undzwar vornehmlich durch die ?uri-eka<2ic>n mit andern zur kmreiaKion mebr geneigtenriubckanrüs; endlich c) auch im menschlichen Leibe und drauf Veranstalter natürlichen pu-rretÄÜicm des Urins: Locker hat 6) eine Volaülstari-on des 8ali8 comnaunis mit Bleyangegeben.

Wir wollen weiter gehen und nun sehen, was unser SudjeKum eigentlich vor einSah in seiner pkyücalischen IVlixrion sey? Woferne wir die Antwort aus denen Bü-chern hohlen sollten, so würden wir leider! in denen meisten schlechten Trost finden, Z.E- der eine sagt: Es wäre dieLaltiiFv Ltzuse laliZe, dieSaltzigkeit des gesaltzenen Was-sers ' ist rrestich geantwortet und klingt eben so, als wenn ich frage: Was ist der Wein-stein vor ein Salz? vor ein Mxrum oder woraus bestehet er? und die Antwort hiesse:

ES