1426 E!ap. XXVIII. Ds 8 ale Oomnwrü.
Allmdorff, zu Saltz, zur Hellen, zu Saltz-Gütter, bey Lätzen im Merseburgifchen, beyColberg, in Pommern und vielen andern Orten mehr vorhanden: Allein sie sind vielenlncvmlnoättäten umerworffen und es ist überhaupt ein mühsames, pa^vres Handrhie-ren: Wenn nun alles wohl reulliret, so concenrrirt sich durch sslche Procedur dieSole und das concelirrirle wird auf die letzte in denen Pfannen vollends zu Salzgesotten.
Wenn Salh-Solen, Salh-Quellen oder solche natürliche loluriones sali 8 commu-nis sollen probirel werden oder man wissen will: Wie viel Saltz in einem Quarr Wasseroder solcher Sohle verhanoen ? so pflegt man es gerne mit lyrischen Lilancen zu thun:Man hat eigene Saltzprobierer dazu: Man kan es auch wägen, ander rein Wasser dage-gen wägen, und das Uebergewichte calcullren oder tukrrakirm: Die ^KUraÄion, Ve>Üillarion, xrsecipirarion, mue lolurion, ciepursüon und ordentliche crMMiattonwäre zwar das accurateste, es würde aber viel Mühe und Zeit erfordern.
Des 8 ali 8 communi 8 vel culinari.--Proben und Eigenschafften sind folgende:
r) Muß es, dem Ansehen nach, schön weiß,
2 ) durchsichtig, cr^üaliinisch,
z) ohne Geruch,
4) reine von Geschmack,
5) von Anfühlen nicht weich, sondern dichte, hart und feste seyn .-'denn je härter und
fester es ist, je besser ist es;
6 ) Muß es trocken seyn, und an derLufft nicht äsli^ueiciren;
7 ) Esmußunter denenCrvftallenalsdieoräinairviereckicht oderauchwieviereckichte
unterwerts zugespitzte Näpffchen sind, nichts pulverichtes haben, vielwemgerdas ganhe Saltz pulvericht seyn;
8 ) Es muß reine und leicht im Wasser zergehen, dergestalt, daß es nicht nur eine
helle, klare und weisst bolurion mit dem Wasser abgebe, sondern auch nichtszu Boden fallen lasse;
9 ) Es muß auf glüenden Kohlen knickern und springen: als welches die allervor-
nehmste und leicht in die Augen fallende Proben sind:
Es vermehret die Kohlen-Glut, welches man auch bey denen Grob-Schmieden sehenkan.
Es fiüsstt im Feuer und verliehet zugleich etwas von seinem ^.ciäo, beyconrlnmren-der Hitze.
Es last sich leichte volanlistren a) theils durch Kohlen b) theils aber auch, undzwar vornehmlich durch die ?uri-eka<2ic>n mit andern zur kmreiaKion mebr geneigtenriubckanrüs; endlich c) auch im menschlichen Leibe und drauf Veranstalter natürlichen pu-rretÄÜicm des Urins: Locker hat 6) eine Volaülstari-on des 8ali8 comnaunis mit Bleyangegeben.
Wir wollen weiter gehen und nun sehen, was unser SudjeKum eigentlich vor einSah in seiner pkyücalischen IVlixrion sey? Woferne wir die Antwort aus denen Bü-chern hohlen sollten, so würden wir leider! in denen meisten schlechten Trost finden, Z.E- der eine sagt: Es wäre dieLaltiiFv Ltzuse laliZe, dieSaltzigkeit des gesaltzenen Was-sers ' ist rrestich geantwortet und klingt eben so, als wenn ich frage: Was ist der Wein-stein vor ein Salz? vor ein Mxrum oder woraus bestehet er? und die Antwort hiesse:
ES