k. V.De I?e§no M'nerüli, Oap. XXVIII. Oe 8a!e Oommuni. 1425
und die meisten anderwertige Saltze weit starcker und besser, auch grösser von OrMallen.als das Hallische Saltz.
Das meiste Saltz wird in Lüneburg, Halle, Saltze, Stasfort und noch etlichenOrten mehrimMag eburgischen, sonsten aber auch in Hessen, Mannsfeldischen, Fulda,Thüringen, inKayserl. und Dänischen Landen, in Francken, Schwaben, Pommern,Ober-Oefterreichs-Gemünd, Saltzburg und andern Orten mehr gesotten; Wer so wohlhievon als auch von denen Oertern,da Stein-Salh gefunden wird, mehrere Nachricht ha-ben will, der wird, wenn nicht alle, wenigsten die meisten Oerter von Europa in den.Breßlauischen Sammlungen antreffen; Und wer vom Salhsieden und was dabey vor-gehet umständlich will benachrichtiget seyn, der kan des Herrn ?ro 5 ellor Hoffmanns hie-von Heraussehend eSchriffren lesen und von allem ^üsfsLUon erlangen, auch,ausser demSieden, allerhand Nachrichten, absonderlich das Hallische Saltz-Werck betreffend, dar-innen finden. Bey denen vornehmsten Quellen sind ordentliche Brunnen gemacht, dadas Wasser herauf geschöpffet wird und bey dem Sieden wird, wegen der Oepursrionund velpumgrion, etwas Rinder-Blut, wegen der LrylUllilgrion oder Körnung aber,einiges Weiß-Bier hinzugethan, wiewohl solche Lryllglliigcion auch der Wein, ja nochweit besser, der Spiritus Vini reölibcgrislimus promoviret.
Wenn es anfängt zu ci-yllglliliren, so geschichts oberwärts ander 8upsrkcis,wel-che Oryttallen aber, weil sie schwerer und schwerer werden, sich nicht lange oberwerts auf-halten können, sondern, solcher natürlichen Schwere halber, unrersincken und zu Bodenfallen, so,daß die Sieder solch, nach und nach zu Boden gefallenes oder Unterwerks in derPfanne sich sammlendes Saltz mit hölyernen Instrumenten , die sie Scheubelein nen-nen,heraus nehmen, und es in die auf denSock-Bäumen stehende Körbe schlagen, zuletztüber endlich trocknen.
Solche Salhsiedereyen, da nehmlich die 8ole reich, oder das Wasser mit vielemSaltze von der Natur begabt ist , die überflüßige Feuchtigkeit also durchs Feuer leichtekan davon gebracht werden , gehen wohl in Lüneburg und Halle oder an solchen Ortenan, da es würckllch reiche Quellen giebt: Allein wenn die Quelle oder die 8ole arm undin einem Quart Wasser gar wenig Saltz verbanden ist, da will die Versiedungso vielesWassers weder die Mühe, noch das Holtz oder andere Feuer - ?ckgrerii>lien verlohnen :Derowegen schreitet man bey solchen Umständen alsdenn zu dem vierten vorher gemel-detem Mittel, um das Wasser vom Saltze zu bringen , nehmlich zur Hülffe der Lufft 0-der des Windes, indem man weder mitdem Feuer, da es zuviel Holtz kostet, noch mitderSonne, die inTeutschland nicht so peneti-gne ist, wie in Spanien, Portugall undFranckrcich, noch mit Froste, da man bey solchen armen Quellen sich nicht auf die unge-wisse Kalte verlassen kan, als denen drey andern Mitteln,die kvsporrlion dadurch anzu-stellen, nicht im Stande ist.
Die Sache ins Merck zurichten und von der streichenden Lufft oder dem Winde zu-protniren, hat man Oi-gäir-Häuser oder sogenannte Leckwercke invemiret, welchesgrosse, mit Rinnen und Kasten versehene, also gebauere Häuser sind, daß die Lufft undder Wind überall durchstreichen und das Wasier exkgliren oder austrocknen kan , wiees denn immer im Lausten und Tropften ist, so an einigen Orten mit Stroh-Wischen, anandern Orten mir Reiß-Holtz, und noch an andern mit Pferde-Haaren sjultiret wird unddergleichen Häuser zu Namnheim bey Franckfurt, zu Saltzungen, .zu Aschersleben, zu:
(Ffs)r Allen-