Buch 
Allgemeine Grundsätze der theoretisch-practischen Chemie, das ist, Gründlicher und vollständiger Unterricht der Chemie, in welchem nicht nur überhaupt eine gründliche Anleitung zu allen Theilen der Chemie, sondern auch die, aus allen dreyen Natur-Reichen, vorkommende Operationes und Producta chemica mit vernünfftigen physicalischen Demonstrationibus und richtigen Experimentis auf die leichteste und sicherste Art abgehandelt und gelehrt werden : nebst beygefügten medicinischen, chirurgischen, oeconomischen, metallurgischen etc. Gebrauch und Anwendung / herausgegeben von D. Johann Christian Zimmermann, mit königl. pohln. und churfürstl. sächs. allergnädigsten Privilegio
Entstehung
JPEG-Download
 

1446

(Ü2P. XXIX. vs 8tÄNNy.

reu, welche das Bley lolviren. Wenn die rothe Rüben-Brühe von, mit Bleye versetztenzinnern Tellern gegessen wird, so vergehet die röche Farbe, und wird blau. Man con-Lerire hiermit 122. ingleichen das Espur Euproka^. 1226. Lr i -oy weaen derSchädlichkeit derer überzinnren kupffernen Gevässe.

Rein Zinn dienet zu Tellern, Schüsseln ekt. in Mxcions mir Kupffer zu GlockenCymbeln erc. zu Sranmol, sollen, zum Verzinnen, und ist dessen Nutzen groß, wenn ermit Bley nicht verlästert wird; Item, zu Gevässen in d^mia öcc. In lVleälLinL abertaugt das Zinn und alle seine kr^Liara nichts, sondern schaden eher, dahero man sich

Davor zu hüten hat.

Kanone lV1ixnoni8 bestehet das Zinn:

1) Aus einer weissen Erde, so in Lalcinarions zu sehen, oder wenn etwas davonunter weisse Gläser kommt, werden sie milchigt, wie am Casselschen und hiesigen inrr..ncxarenten pvrcellmn zu sehen: Diese weisse Erde siehet man auch 6X Lolurione lovisxsr krLLlplranonem nrederfallen;

r) Aus etwas würcklich inüammabilischen: weil esa) mit d>lirro stammende cloroniret;

d) Weil sich vom Zinne und Öles VlrrloU ein offenbahrer Schwefel, per ve>LMnonem, Zensriret; Und '

z) Weil es das Kirrum etwas alkaliliret;

4) Auch zeiget sich darinnen etwas arisnicslisches: nehmlich«) Aus dem den Menschen schädlichen Dunste; Und B) Aus dem Knoblouch-Haff-ten Gerüche, wenn es auf grosses Feuer, oder vor dem grossen Brenn-Spiegel kommt,Dabey ein arsemcalischer Dampffdavon gehet.

Unsere Vorfahren hatten auch eine kni-Eion des Zinnes mit Wachs, Talg etc.(wie oben bey dem Bleye erwehnetworden.) Allein es ist keine kmAario, sondern es ge-schichr hier eben wie oben beym Bley von dem IntlammMli theils eine UeäuLo, des,was sich ohngefehr verbrennet, theils eine OniorvLno und also keine?ur§ario: DennLas kliloAiUon erhalt entweder das Metall in seinem compsüen Zustande, oder reclu-ciret das oben auf schwimmende einiger maassen cslcinirte Zinn; Welches daraus zu er-sehen : wenn man dergleichen purläcirtes Zinn hernacher nimmt, und es ohne m6am-mabilische Materie schmeltzet, so wird man dergleichen wie zuvor sehen, welches es dochnicht vom neuen wieder thun müste, wenn es vorhero eine kuro-sno« gewesen; wie mandann durch g§mren endlich alles Zinn verbrennen kan, welches Lims oder Lalx )ovisist.

In Engelland calcmiret man Zinn und Bley zugleich, und wird solches allda alsZinn-Asche gebrauchet.

Auch wird es mit Saltze inclnsrlrer, a§inret und säulcoriret; item mit dNrro;ingleichen, wenn man,unter währenden flüssen, Kohlen-Staub darunter mischet; sodann in einem Mörsel lange reibet, und hierauf den Kohlen-Staub mit Wasser davon

lepLiwen ^Nil-Aschewill sich nicht so leicht reäuciren, als die Bley-Asche: doch gehetes endlich mit Pech und Talg an.

Auch macht man Olces ^ovls aus denen Lolurionibus, da es theils aus der 5 o!u-

rlon