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XXX. Os Luceino..
ge liegende Wurheln treiben, so bleibt es wohl an sollen v?»stabi!ifchen Partien, in(Doniiüsnria (Heran oder aufs höchste (7nKuenri öc Lalsami craHioris fest sitzen und wirdkeines weges von sechsten oder doch überaus wenig so etwa abaestossen, abgerieben, ver-treten oder sonst verzottelt wird, davon abkommen, vielweniger als ein geschmolhenerTerpentin oder ander dünner Balsam abflüssn, am allerwenigsten Schlangenmäßignachdem Wasser oder gar nach Der See zu lausten, zumahl wenn die Bäume weit davonabstehen, wie es denn eben von keiner Erheblichkeit ist, was ja noch nahe am Ufer derSee an denen Bernstein-Oertern von ^rboribu8 reürüferis möchte können gezehler wer-den, enre^arä des viel gewinnenden Bernsteins.
Und gesetzt, es käme in die See, so würde ja alles solch Hartz oben schwimmen, da-bey fortgetrieben, und niemahls wieder an denen Bernstein-Ufern gefunden, überhaupt a-ber doch auf solche Weise in der See in Ewigkeit zu keinem Bernstein werden.
Wollte man sagen: das Hartz flüffe nicht in die See, sondern zuerst in die Erde,undalso nach und nach tieffer hinab, allwo es endlich zu. Bernstein würde, so antworte ich:daß diese gantze Vorstellung einfältig und inpraLUcabls ist, weil dergleichen Hartz adln-lure nur in iupsrstcie der Erden hangen bleibet, und wenn es noch so licjuiüe von derSonnen-Wärme abgeschmeltzt auf die Erde käme, bey empfindender Kälte der Erden,sicheher wieder conäcnliret, erstarret und anhärcet, also durchaus nicht tieffer hinab fiüssen,folglich daher oder von oben herab auf keine railonnabls Weise die Aenerakio luccinivel rrangmurstio relmXpini in Luccinum erdacht oder nur ims^iniret werden kan; da-zu müste sich überall oder an allen solchenOrten,da dergleichen hartzigte Bäume stehen, Luc-einum Zeneriren, welches doch alles mit der Erfahrung nicht übereinkommt.
Endlich zeiget auch das Luccinum, nach allen seinen einmischen ^naromirungenund Verhältnissen, nicht das geringste vegetabilisches, selbst dessen Oleum, womit kaberZedenckt das gantze Argument zusteiffen, hat in keinen Stücken eine Aehnlichkeit mit ve-getabilischen Olei8, sondern ähnlet allerdings dem kerroleo oder Oleo mineralipstrae:ja ich kenne einen gewissen, dazu glaubhaffren Künstler, welcher saget, daß er das gantzeLuccinum, ohne Feuer, in ein vollkommen Petroleum verwandeln kan,womit ksberaufeinmahl, niedergeschlagen wird.
Über die guten Leute, welche das Luccinum vor ein ^nimale gescholten, die Ent-stehung vom Lpermare, von Urin und Koch, oder irgends andern animalischen Theilenherleiten und selbigen zuschreiben, will ich mich nicht einmahl aufhalten: Dann kein Menschder nur seinen gesunden, gemeinen Verstand hat, wird beym Bernstein aufetwas snima-lisches fallen.
Deßgleichen will ich auchdemHanns Limplex, der das Luccinum vor leiblich-ge-wordene oder corporiücirte Sonnenstrahlen hält, gar gerne in seinen vortrefflich-cboillr-'ren Gedancken unangetastet lassen;
Dagegen habe ich mit denen andern schon ein mehreres zu thun, die es vor ein Kla-nnurn oder Po8üls lerreum halten: Diese haben gewisser maßen, und überhaupt zu re-den, beyde recht:
r. Einmahl, weil das Luccinum sowohl in der See als in der Erde gefunden
wird;
2 . Weil die See oder das Wasser eben so gut als die Erde, voreinMinerals zurech-nen stehet;
z)Weil