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Allgemeine Grundsätze der theoretisch-practischen Chemie, das ist, Gründlicher und vollständiger Unterricht der Chemie, in welchem nicht nur überhaupt eine gründliche Anleitung zu allen Theilen der Chemie, sondern auch die, aus allen dreyen Natur-Reichen, vorkommende Operationes und Producta chemica mit vernünfftigen physicalischen Demonstrationibus und richtigen Experimentis auf die leichteste und sicherste Art abgehandelt und gelehrt werden : nebst beygefügten medicinischen, chirurgischen, oeconomischen, metallurgischen etc. Gebrauch und Anwendung / herausgegeben von D. Johann Christian Zimmermann, mit königl. pohln. und churfürstl. sächs. allergnädigsten Privilegio
Entstehung
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k. V. ve ^e§no Wnsrali, Oap.xxx. Ve 8 uccmo. 1^55

gereichen: Wenige Birnstein-Gräber oder Bernstein-Fischer haben etwas Iiqu;äs 8 , flüs-siges,dick-schmieriges oder we. Des gesehen; und yoino: das von etlichen garwenige mahle,iN2. z. oder mehr hundert Zähren, wäre etwas erblicket worden , wie man denn unterandern gedencket,daß ein Strand-Reurer einmahl etwas weiches,so aber wie Pech gerochen^gefunden, und einBernstein-Arbeicer einmahl etwas weiches scrrgpiret hätte, so sind solchegantz exrrgoräwaire und höchst rgrs Cgtug noch lange nicht von solchem Beweist , dastman daraus ein ^i-Aumenczur Qenergtion kormiren oder darauf die Osnergrion fussen-und gründen könne: Es ist die Frage, da die Bernstein-Künstler mit Nüben-Oehl undandern Dingen den Bernstein zu handrhieren pflegen, ob nicht sechsten durch ein oder an-der subtiles und unmerckbares Nitzchen oder Löchelgen etwas davon hineingekommen ?wie man würcklich Exempel hat: Wiewohl selbst bey der Qeneration etwas schmierigeskan eingeschlossen worden seyn, unddiß auf eben die Weise, als man manchmahl, obgleichebenfalls selten, auch einige Trvpffen Wassers im Bernstein findet, wie unter andern der-gleichen Lxemplgr in Rom zu sehen und auch sonsten ist angetroffen worden.

2) Wenn, es also in die See geflossen käme, so würden sich mehr grosse als kleineStücke coso-uichen oder inäuriren, folglich auch also gefunden werden, welches aber dieErfahrung wiederum conrraäiciret: Wie es denn überhaupt auf keine Weise zu cksmon-ttriren noch zu vermuthen stehet, daß das Luecinum inkormr 1 iyui.cla in die See kom-men sollte: Um so viel weniger, da

z) In denen Preußischen Bernstein-Gegenden gar nichts vom?erroIeo vernommenwird;

km 6 n: man findet gar überaus selten weiches, schmieriges, vielweniger noch gantzliquides oder flüßiges 8 uLLinum; dagegen insgemein zu allen Jetten, in allen Bernstein-Gegenden und Orten, so wohl in der See als in denen Bergen, Adern und Gängen,oder wo nur Bernstein angetroffen wird, immer völlig harten, aber freylich nicht eZal-reinen oder einerley-aussehenden Bernstein.

Die eintzige und zwar gröste Schwürigkeit und daraus auch die'§rgckuells Anhär-tung von denen meisten Menschen in der Welt ist gemukhmasset worden, ja von denenmeisten noch diese Stunde gemulhmassek und würcklich geglaubet wird, verursachet haupt-sächlich der Umstand, daß allerhand iniLäla oder Ungeziefer im Bernstein gefunden wer-den, und daß man auch auf vielen Stücken allerhand lVlar<iuen als etwas eingedrucktesoder gekerbtes, auch würcklich durchlöchertes findet, (gleichwie ich dem-^uckirorlo hie-von sehr viele Stückchen vorgezeiget,) welches alles offenbahr zeiget, daß es müsse zuerstweich oder fiüßig gewesen seyn, sonst hätten die Iltteäka nicht drein kommen, noch dieDurchlöcherung, die Rinnen, Kerben oder andere Imprelstoneg geschehen können: Undhieraus sind allerhandMurhmassungen, selbst auch die Meynung von demBaum-Hartze undandern weichen und klebrichen Dingen entstanden, oder daß der Bernstein anfänglich kleb-rich-weich,wenn nicht gantz li-guitte, wäre und darauf sich nach und nach anhärtete, wie etwadie UelInL,VeAstabilium, dazu kämen die Ilitecka,Fliegen, Mücken Würmer, etc währendsolchen klebrich zähen Zustand hinzu, und blieben dranjhacken, es geschähen auch die Ein-drücke, die Kerben, Rinnen und Durchlöcherungen zur Zeit der weichen EonMenr.

Allein es bleibt bey allen diesen EonjoLkuren dennoch immer die Haupt-Frage:

3) Wo sind die LnLüa dazu gekommen? Mücken, Fliegen, und fast alle im

(Kkk) jBern-