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Bernstein eingeschlossene Dinge sind hauptsächlich oberwerts der Erden, gleichwohl ge-schiehet die anfängliche QerierLrlon des Bernsteins gar nicht oberwerts der Erden, all-wo sich solche lnlLälL aufzuhalten pflegen; hingegen muß sie hauptsächlich in der Erdeund unter der Erve vorgehen, wie kommen dann die Fliegen und Mücken, Ameisen unddergleichen Gewürme, die über der Erden zu leben gewöhnet, dahin?
b) Ferner, 'vllren die Mücken und Fliegen zu klebrichen und allbereiks zähen, et-wa Terpenthin-mäßig dicken Bernstein hinzukommen, wie man sichs vorzustellen pfleget,jb würden sie beym ersten Empfinden des Vesthackens mit Flügeln.und Füßchen sich zuwehren, loßzumachen und davon zu kommen äusserst bemühen, wie solche Leeüchm zuthun gewöhnet sind, wobey sie sich aber um so vrel mehr ankleben, verfesseln und endlichin ihrer Gestalt ziemlich cleLvrmiren: Wie oder woher kommts denn, daß die meistenThierchen gemeiniglich in ihrer vollkommenen lebhafften koümr in dem Bernstein gesun-den und gesehen werdm? da z. E. die Mücken und Fliegen mit recht ausgespanmen, da-zu recht reinen und völbg-gantzen Flügeln und allen zarten Leibes-Theilgen, die Spin-nen mit reinen kriechend-mäßigen Füßchen, als wären sie noch am Leben, erscheinen,wie wäre solches möglich, wenn sie an klebrichen Dingen hacken bleiben? Noch mehrnachdrücklicher ist es , was v. Ssnäelius meldet: daß man in Preussen solche StückenBernstein habe, darinnen diese Thierchen zu Paaren in lebhaffrer Positur des Eloirus zusehen sind, dergleichen Exemplar auch in dem ehemahligen hiesigen Spenerischen Cabi-ner vorhanden gewesen; Anoere im Wege stehende Schwierigkeiten zu übergehen.
Meine gantze Meynung gehet demnach dahin, daß aller Bernstein, absonderlich der.klare, als worinnen am meisten gedachte InleÄL gefunden werden, wie es denn gar wasrares ist, wenn so was in opa<guen Bernstein angetroffen wird, ich sage: daß allerBernstein, absonderlich der klare und völlig-durchsichtige, in inUanri werde, odercom-xonsncko sich Fensrire, daß allerdings entweder zartes gantz flüßiges Petroleum, oderdoch ein mit solchem ?erroIeo begabter Heller In^uor, er mag nun vvm 6igno birumi-noio oder sonsten woher abstammen, das Haupt-Inbrocliens sey, und vermuthlich miteiner Lolmions lerrse /ubrililliinX in ^ciclo vicrioliLv vel fiulpliureo, als dem zwey-ten Inoreckienre, wenn nicht in würcklicher ii^uicler Gestalt, doch in korms Kälirus zu-sammen komme, demnach diese beyde lä^uicka und dreperley In^reckienrÄ, nehmlich dasOlsurn diruminotum, das 8al aciäuin und die l'errg, so gleich, bey der Zusammelt-kunfft, das SuLLinurn ^onckiruiren, auch in selbigem Augenblick, aus beyden l.kjuiäis,ein trscknes, festes und vollkommenes 8nLcinnm, oder aber, >16. wenn die Proportionvom Steinöhlichten Wesen allzuviel wäre, ein etwas weicheres 8uccinuin, welches je-doch selten geschiehet, formiren, daher die Fliegen, Mücken oder was bey dieser geschwin-den EornbinLnon arrr-L^iret, überrumpelt und erhäschet wird, sich Nicht lange besinnen,oder in eins andere Positur setzen, noch auf diese oder jene Weise äeforrmren, auch nachder Zeit niemahls wieder aus solcher Stellung, wie sie unvermuthet überfallen worden,gebracht werden können, sondern also beständig verharren müssen und gefunden werden;Deßgleichen werden allerhand andere Dinge und Materien von fteinichr oder erdichtetl'exrur also eingeschlossen: Und so wird auch endlich das klare durchsichtige 8uccinumselbst wieder mit einer andern mehr rerrettrischen und undurchsichtigen Materie gemeinig-lich umgeben, oder überzogen.
Nachdem nun die Succchi vorderZusammenkunffr, entweder beyder-
seits